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Entwicklertagebuch: PELE

Kommandanten!

Wer sich bereits mit hochrangigem Gameplay von Armored Warfare auskennt, der weiß um die zerstörerischen Auswirkungen, die PELE-Munition auf Besatzungen und interne Module haben kann. An dieser Stelle wollen wir einen genaueren Blick auf die Funktionsweise dieser Geschosse und ihre Stellung im Spiel werfen.

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PELE steht für Penetrator mit erhöhtem Lateral-Effekt (bzw. Lateral-Effizienz) und stellt im Grunde eine modernisierte Version der älteren AP-HE-Munition dar. Jene panzerbrechenden Geschosse mit explosiver Füllung waren darauf ausgerichtet, beim Durchschlag verheerenden internen Schaden anzurichten. PELE-Geschosse kommen hingegen ohne den potenziell für den Angreifer gefährlichen Sprengstoff aus, sondern bestehen aus einem in zwei Schichten aufgebauten kinetischen Penetrator. Die äußere Schicht ist dabei sehr hart und sorgt für den Durchschlag, während die innere Schicht aus weichem Metall besteht.

Beim Aufschlag verhält sich das Geschoss wie ein normaler kinetischer Penetrator, nur dass nicht ein Sprengkopf zum Einsatz kommt, sondern sich die weiche innere Schicht beim Aufprall zusammenzieht und damit die Äußere Schicht durch die Panzerung treibt. Daraufhin weitet sich die komprimierte innere Schicht explosionsartig aus, zerfetzt einen Teil der äußeren Schicht und die Panzerung, was zu massiver Splitterbildung und damit zu enormen Schaden im Inneren des Fahrzeugs führt.

Im Vergleich zu HE-Geschossen und deren Untervarianten sind PELE-Geschosse reaktionsträge und bieten damit einen Sicherheitsvorteil. Allerdings ist es auch deren Nachteil – sofern nicht etwas hartes wie Panzerung getroffen wird, bleibt der Splittereffekt aus (weil der dazu notwendige Druck fehlt), weshalb diese Munition gegen weiche Ziele nicht geeignet ist.

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Gegen dünne Panzerung ist sie jedoch extrem zerstörerisch und stellt auch eine effektive Lösung für Maschinenkanonen niedrigen Kalibers dar. Die ersten PELE-Geschosse tauchten in den späten 1990er-Jahren auf und aktuell bieten diverse Rüstungskonzerne PELE-Munition für Maschinenkanonen an, gleichwohl auch Varianten für KPz-Kaliber existieren (darunter 105 mm, 120 mm und 125 mm). Beim Einsatz in Kampfpanzern besteht der Vorteil von PELE-Geschossen im präzisen Einsatz mit berechenbarem Kollateralschaden. PELE-Munition ist sehr effektiv gegen leicht gepanzerte Ziele, aber auch gegen Gebäude mit Snipernestern (es können gezielt konkrete Wandabschnitte anvisiert werden, ohne dass gleich ein ganzes Gebäude mit Wuchtgeschossen zerstört wird). Auf der anderen Seite verfügt ein PELE-Geschoss nicht über dieselbe Durchschlagskraft, wie ein modernes APFSDS-Geschoss.

Lasst uns jetzt einen Blick darauf werfen, wie PELE-Geschosse im Spiel funktionieren.

Bei Armored Warfare gibt es zwei Typen von PELE-Munition:

  • Maschinenkanonen-PELE (kommt vor allem beim VBL und Marder 2 zum Einsatz)
  • Vollkaliber-PELE (kommt beim Tier-10-Jagdpanzer Wilk XC-8 zum Einsatz)

PELE-Munition für Maschinenkanonen funktioniert ähnlich wie HE-Munition mit erhöhter Durchschlagskraft. Sie verlässt sich nicht allein auf die Penetration (beziehungsweise nur äußerst selten), sondern auf den auch bei nicht durchschlagenden Treffern verursachten Schaden. Somit richtet sie nicht gerade viel internen Modulschaden an, ist jedoch sehr effektiv gegen leicht gepanzerte Ziele. Diese Geschosse sind für den universellen Einsatz konzipiert.

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Die Vollkaliber-PELE des Wilk funktionieren anders. Von der Mechanik her erzeugt dieses kinetische Geschoss beim Durchschlag einen 60 Grad umfassenden Kegel, innerhalb dessen enormer Schaden an Besatzung und internen Modulen verursacht wird. Das Geschoss verwendet keine Normalisierung und prallt ab, wenn der Aufschlagswinkel 75 Grad oder mehr beträgt. Diese Mechanik ist neu und funktioniert aktuell auch wie geplant, im Gegensatz zu der PELE-Mechanik vor dem Update 0.30, bei der es sich im Grunde um HESH-Munition mit zu starker Leitung handelte.

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Die PELE-Geschosse des Wilk lassen sich am besten gegen dünne Panzerung und Schwachstellen einsetzen. Je dünner die Panzerung, desto höher der Schaden, den die PELE-Munition verursacht. Munitionslager, Motoren und Kampfräume sind allesamt gute Ziele für diese Geschosse, wogegen Treffer an Frontalplatten von KPz nicht mehr die erhofften Auswirkungen haben dürften.

Wir hoffen, dass euch diese Ausführungen etwas weiterhelfen konnten und sagen wie immer:

Wir sehen uns auf dem Schlachtfeld!

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