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In Entwicklung: BMP-3M Dragun

Der BMP-3M Dragun ist die ultimative Version der BMP-3-Plattform, deren Ursprünge in den späten 1970er- und frühen 1980er-Jahren liegen. Der Schützenpanzer BMP-3 wurde als Nachfolger des BMP-2 entwickelt, von dem zwar viele Einheiten produziert wurden, der auf dem Schlachtfeld jedoch eine eher schwache Figur machte.

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Der BMP-3 war größer, besser gepanzert und besaß, was vielleicht am wichtigsten ist, eine bessere Bewaffnung als der BMP-2. Aktuell sind zwei Varianten des BMP-3 im Spiel - der BMP-3 und der BMP-3M. Der BMP-3 ist eine relativ erfolgreiche (wenn auch nicht mehr das jüngste) Konstruktion, während der BMP-3M eine kampfwertgesteigerte Variante aus den späten 1990er-Jahren mit verbessertem Motor, verbesserter Seitenpanzerung und einer verbesserten Feuerleitanlage darstellt.

Der BMP-3M Dragun (Dragoner) unterscheidet sich von den oben genannten Fahrzeugen und zwar trotz der Tatsache, dass er sich mit dem letzteren sogar den Namen teilt. Es ist ein weitgehend modifizierter BMP-3M, der von dem Originalhersteller des BMP-3, Kurganmaschsawod, produziert wird (der heute zum Konzern Traktornye Sawody gehört). Der Öffentlichkeit wurde er zum ersten mal 2015 bei der Waffenmesse Russian Arms Expo vorgestellt. Das Fahrzeug ist hauptsächlich für den Exportmarkt bestimmt.

Im Vergleich zum BMP-3 und zum BMP-3M wurden beim Dragun signifikante Änderungen vorgenommen. So wurde der Motor zu einem UTD-32 Turbocharger-Dieselmotor mit 816 PS aufgebessert, der den Panzer auf eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 60 km/h beschleunigt (wobei die höchstmögliche Geschwindigkeit wohl 70 km/h übersteigt). Der Motor wurde in den vorderen Teil des Fahrzeugs verlegt, was den frontalen Schutz erhöht und die Ausgestaltung des Besatzungsraums optimiert.

Die Besatzung besteht aus drei Mann (Kommandant, Richtschütze und Fahrer), wobei der Dragun 8 weitere Soldaten transportieren kann. Die Besatzung sitzt in der Mitte des Fahrzeugs zwischen Geschützturm und Motor. Im Vergleich zum älteren BMP-3 wurde der Besatzungsraum komplett umgestaltet und ist jetzt in der Lage, Explosionen von Minen und unkonventionellen Sprengsätzen zu widerstehen. Besonders versiegelte Treibstofftanks wurden unweit des Besatzungsraums an den hinteren Seiten des Fahrzeugs angebracht.

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Ohne Geschützturm wiegt das Fahrzeug 15,5 Tonnen, ist ungefähr 6,7 Meter lang und 3,4 Meter breit. Mit Standardturm erhöht sich das Gewicht auf ca. 21 Tonnen.

Die Standardausführung des BMP-3M Dragun besteht aus einem unbemannten Turm, der das übliche Waffen-Setup des BMP-3 tragen soll - eine 100-mm-2A70-Kanone und eine 2A72-30-mm-Maschinenkanone (plus ein 7,62-mm-Maschinengewehr). Sein Hauptgeschütz verschießt auch Lenkflugkörper. Alle Waffen werden automatisch geladen und mithilfe einer fortschrittlichen Feuerleitanlage kontrolliert, die sicherstellen soll, dass das Fahrzeug feuert, bevor der Feind angreifen kann. Dem Kommandanten und dem Richtschützen steht das panoramische Tag- und Nachtvisiersystem Krechet zur Verfügung.

Das ist allerdings nicht die einzige Bewaffnungsvariante, die potenziellen Käufern zur Auswahl angeboten wird. Es gibt zwei weitere:

Mit unbemanntem BM-57-Geschützturm und 57-mm-Maschinenkanone. Diese Ausführung sollte nicht mit dem BMP-3 Derivation verwechselt werden, einem eigenständigen Fahrzeug, das in der Tat eine Variante desselben Turms verwendet (das Modell AU22OM ist mit dem BM 57 verwandt). BM ist die russische Bezeichnung des Systems, das im Westen unter dem Namen RCWS 57 vermarktet wird.

Mit bemanntem BM-125-Geschützturm (RCWS 125) und 125-mm-Kanone. Diese Variante ist mit einer automatisch geladenen 125-mm-Glattrohrkanone vom Typ 2A75 in einem BM-125-Turm ausgerüstet, wie sie bei dem selbstfahrenden Sturmgeschütz Sprut SDM-1 verwendet wurde (einer verbesserten Version des 2S25 Sprut-SD). Im Vergleich zu der Dragun-Konfiguration mit unbemanntem Turm sitzt der Richtschütze und der Kommandant in diesem Modell im Geschützturm.

Die 2A75-Kanone ist eine weitgehend modifizierte Ausführung des 2A46M-Sturmgeschützes. Sie ist in der Lage, standardmäßige 2A46-125-mm-Munition zu verschießen. Die immense Feuerkraft auf dem relativ leichten Fahrgestell wird durch einen längeren Rückstoß und hydrodynamische Aufhängungselemente ermöglicht. Dank automatischem Lademechanismus feuert die Kanone bis zu 7 Projektile pro Minute ab.

Alle diese Versionen werden möglicherweise in Armored Warfare implementiert.

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