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In Entwicklung: BVP M-80A

Kommandanten!

Die Kampagne "Warlords of the Wasteland: Battle Path" ist offiziell abgeschlossen. Seit Dezember haben sich viele von euch an dieser ersten Premiumkampagne beteiligt, bei der es viele interessante Preise zu gewinnen gab, darunter mehrere einzigartige Fahrzeuge. Es wird euch sicherlich freuen, zu hören, dass wir bereits an einer weiteren Kampagne arbeiten – schließlich wollen wir euch stets neue aufregende Inhalte und actionreiche Events anbieten. Heute möchten wir euch das erste Belohnungsfahrzeug dieser neuen Battle-Path-Kampagne vorstellen – den Tier-4-Schützenpanzer BVP M-80A.

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BVP M-80A

Bevor wir jedoch dazu kommen, lasst uns ein paar Worte über das kürzlich beendete Event verlieren.

Wir sind sehr froh über die rege Teilnahme an der "Warlords of the Wasteland"-Kampagne. Gleichzeitig sind wir uns der Tatsache bewusst, dass es viel Raum für Verbesserung gibt, insbesondere bei der Länge der Kampagne und den Schwierigkeitsgraden der Missionen. Wir werden uns euer Feedback zu Herzen nehmen und die nächste Kampagne zugänglicher gestalen. Dazu haben wir bereits eine Reihe von Verbesserungen implementiert und aufregende Preise vorbereitet. Auch hierzu würden wir uns über eure Rückmeldungen freuen. Lasst uns also einen Blick auf den ersten dieser ganz speziellen Preise werfen.

Auf den ersten Blick kommt der jugoslawische BMP wie eine weitere Kopie der sowjetischen BMP-Serie daher, doch unter der Oberfläche ist dieser Panzer so gut wie nichts mit dem russischen Gegenstück zu tun. Das mag seltsam erscheinen, weil Jugoslawien schließlich ein sozialistisches Land gewesen ist. Warum also nicht nach Vorbild der anderen Staaten des Warschauer Paktes und der Sowjetunion die BMP-Serie übernehmen? Die Antwort ist natürlich politischer Natur und im Falle Jugoslawiens sehr kompliziert.

Im Kern reicht die Sache zurück bis in die Zeit des Zweiten Weltkriegs, oder besser gesagt, an dessen Ende. Ähnlich wie im Falle der anderen kommunistisch beeinflussten Länder, die nach Kriegsende unter das Einflussgebiet der Sowjetunion fielen, wurde auch das besetzte Jugoslawien von einer kommunistischen Armee befreit, allerdings nicht von der Roten. Eine kommunistische Widerstandsbewegung formierte sich bereits 1941 und einer ihrer Anführer stieg schnell zu ihrem unangefochtenen Anführer an – Josip Broz, genannt Tito. Seine Armee wuchs zu einer Größe heran, die schon bald die Stärke der rivalisierenden Bewegungen übertraf, deren Kooperation mit den deutschen Besatzern sich nun rächte. Im Jahr 1943 wurde Titovs Armee von den Alliierten offiziell anerkannt und bei Kriegsende kontrollierten seine 600.000 Soldaten den größten Teil des jugoslwaischen Territoriums.

Diese selbstbestimmte Befreiung brachte enormes Selbstvertrauen mit sich. Die Rote Armee hatte direkt nichts mit dem militärischen Erfolg zu tun und nach dem Ende des Krieges hatt Tito auch in politischer Hinsicht keine nennenswerten Rivalen. Jugoslawien in der Zeit vor und während des Zweiten Weltkriegs war ein durch nationalistische Konflikte zerrissenes Land und die kommunistische Bewegung erschien vor allem den jungen Menschen als ansprechende Alternative zu den uralten Fehden und Konflikten. Was Panzer anbetrifft, so belieferten die Sowjets das Land mit mehr als hundert unterschiedlichen T-34-Modellen (meist veraltete T-34/76), sowie einigen erbeuteten deutschen Fahrzeugen, die später meist zu Trainingszwecken verwendet wurden. Zwei Jahre nach dem Krieg kaufte Jugoslawien über dreihundert moderne T-34/85-Panzer sowie ungefähr fünfzig eher veraltete SFL vom Typ SU-76. Die erbeuteten Fahrzeuge (meist italienische und französische Panzer aus der Vorkriegszeit) wurden nach 1948 an Israel und Albanien weitergegeben.

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Jugoslawische T-34, Militärparade in Belgrad

Was in der Geschichte folgte, war eine Gleichschaltung nach sowjetischem Vorbild, einschließlich Währungsreformen und unterdrückter Opposition, doch die kommunistische Führung schaffte es auch, das Land in einem föderativen System zu vereinen und den einzelnen Nationen gleiche Rechte einzuräumen. Auf diese Weise konnten die ethnischen Konflikte bis zum Zerfall des Landes vier Jahrzehnte später eingedämmt werden. All das schaffte Jugoslawien aus eigener Kraft und ohne Hilfe der Sowjets. Durch diesen Erfolg beflügelt, führte Tito darüber hinaus eine eigene Politik gegenüber Albanien, Italien oder Griechenland.

Stalin wiederum fühlte sich durch dieses Maß an Eigenständigkeit vor den Kopf gestoßen, was 1948 zu einem Bruch zwischen Jugoslawien und der Sowjetunion führte. Der sowjetische Parteiführer musste jedoch erkennen, dass er im Gegensatz zu ähnlichen Fällen mit anderen kommunistischen Ländern nicht genug Macht aufbringen konnte, um Jugoslawien wieder auf Linie zu bringen. Es war ein politischer Rückschlag, der Stalin mächtig ärgerte. In Jugoslawien wurden Stalins Einmischungsversuche als schwere Beleidigung aufgefasst.

Die Ereignisse markierten den Beginn der angespannten Beziehungen zwischen den beiden Ländern und bestärkten die jugoslawische Föderation noch in ihrem Streben nach Unabhängigkeit. Jugoslawien baute den Kommunismus in Europa zwar an der Seite der Sowjetunion auf, machte dies jedoch auf eigene Art und Weise. Zusätzlich öffnete sich das Land dem Westen gegenüber, der wiederum seine Chance witterte, den kommunistischen Ostblock mit seiner Einflussnahme zu untergarben. Das führte zu einer Reihe von Kooperationen und "Hilfslieferungen", die nicht immer nur ziviler Natur waren – Jugoslawien kam so beispielsweise an ausgemusterte amerikanische Panzerfahrzeuge. So gelangten Fahrzeuge wie der M4 Sherman (insgesamt 630), der M47 Patton (319), der M36 (auch bekannt als "Jackson"; insg. 399 importierte Fahrzeuge) und der M18 Hellcat (240) auf den Balkan – als militärisches Hilfspaket im Falle einer sowjetischen Invasion.

Diese Panzer bildeten den Anfang einer skurrilen Ansammlung unterschiedlicher ausländischer und einheimischer Fahrzeuge, die am Ende das Panzerkontingent der Jugoslawischen Volksarmee ausmachte. Sie dienten außerdem länger als ursprünglich vorgesehen und kamen sogar noch im Bürgerkrieg zum Einsatz. Die Shermans wurden offiziell bis 1973 eingesetzt, die Pattons bis 1988 (zu diesem Zeitpunkt waren sie natürlich schon hoffnungslos veraltet).

Die jugoslawischen Ingenieure waren sehr einfallsreich und schafften es zwischen den 1940er- und 1960er-Jahren, Panzer zu bauen und aufzurüsten, die mit dem T-34 und T-54 mithalten konnten, was angesichts der bis dahin kaum entwickelten Panzerindustrie eine wahre Meisterleistung war (auch wenn die dabei entstandenen Fahrzeuge generell schwächer ausfielen, als die sowjetischen Gegenstücke und auch bedeutend kostspieliger iin der Herstellung waren). Man versuchte auch, die veralteten Sherman-Panzer aufzurüsten, indem man die Originalmotoren mit T-34-Motoren ersetzte, was jedoch kaum dazu beitrug, den Kampfwert der Panzer zu erhöhen.

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Vozilo A, ein jugoslawischer Versuch, eine eigene T-34-Kopie zu erstellen

Und auch wenn oft behauptet wird, dass der politische Bruch kurz nach Stalins Tod 1953 endete, war die Realität wieder Mal um einiges komplizierter. Zum einen machten es die Sowjets nicht einfacher und die rabiate anti-jugoslawische Propaganda der frühen 1950er-Jahre wirkte noch lange unangenehm nach. Tito war ein raffinierter Politiker und strebte nach einer Machtbalance zwischen dem Westen und dem Osten. Es war eine kühne Strategie, die sich nur auf kurze Sicht auszahlte. Die dabei aufgenommenen Darlehen und weitere Maßnahmen zur Liberalisierung des Wirtschaftssystems erhöhten zwar durchaus das Lebensniveau der Bevölkerung und unterstützten die Industrialisierung des Landes. So wurde das Bruttoinlandsprodukt zwischen 1955 und 1965 nahezu verdoppelt.

Doch diese Politik hatte auch ihren Preis. Für den Westen gehörte das Land immer noch zum kommunistischen Einflussgebiet, während die Sowjets in Jugoslawien keinen zuverlässigen Verbündeten sahen. Kurzum war man weder im Westen, noch im Osten bereit, dem Land moderne Waffen zu verkaufen. Mitte der 1950er-Jahre kamen die ersten 140 T-54-Panzer nach Jugoslawien, allerdings galten sie zu jenem Zeitpunkt bereits als veraltet, ähnlich wie die selbstfahrenden SU-100-Geschütze aus Beständen der tschechoslowakischen Armee, die gegen das Ende der 50er-Jahre zusammen mit weiterer in die Jahre gekommenener Ausrüstung ins Land kamen.

Was in den 1950er- und 1960er-Jahren noch durchging, konnte in den 1970ern nicht mehr ignoriert werden, als der technologische Vorsprung durch moderne Panzerfahrzeuge immer deutlicher wurde. Schließlich war der Bau eines Lenkflugkörpers oder moderner elektronischer Ausrüstung ein weitaus komplizierteres Unterfangen, als die Konstruktion einer Waffe oder eines Panzers, dessen Aufbau sich an Modellen aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs orientierte. Das hatte einige ungewöhnliche Situationen zur Folge, wie ein Beispiel aus dem Jahr 1966 zeigt, als der gesamte Ostblock seine T-34 ausmusterte und Jugoslawien 600 dieser Fahrzeuge von der Sowjetunion übernahm, sodass die jugoslawische Armee in den späten 1970er-Jahren immer noch Tausende dieser altehrwürdigen Panzer ihr Eigen nannte. Was noch seltsamer anmutet ist die Tsache, dass 10 dieser Urgesteine nach Angola geschickt und im Gefecht eingesetzt wurden.

Ausschlaggebend für das Festhalten an diesen arg in die Jahre gekommenen Maschinen war jedenfalls nicht ihre Kampfkraft, sondern die Fähigkeit der jugoslawischen Armee, sie eigenständig am Laufen zu halten und mit Ersatzteilen zu versorgen. Darüber hinaus importierte Jugoslawien (je nach Quelle) 1600 bis 1980 T-54 und T-55 aus Polen, der Tschechoslowakei und der Sowjetunion. Diese Fahrzeuge bildeten bis zum Auftauchen des M-84 das Rückgrat der jugoslawischen Panzerstreitkräfte – aber dasist ein Thema für sich. Was moderne Militärausrüstung anbelangt, stand Jugoslawien in den 1960er- und 1970er-Jahren jedenfalls isoliert da.

Ähnlich stellte sich die Situation im Bereich Mannschaftstransport dar. Ende der 1950er-Jahre verfügte die jugoslawische Armee über ein wildes Sammelsurium aus diversen veralteten Halbkettenfahrzeugen (hauptsächlich amerikanischen M3, von denen 100 Einheiten zusammen mit den anderen Panzern erworben wurden) und verschiedensten älteren Sowjetfahrzeugen, wie dem BTR-152.

Das Fehlen anständiger Ketten-MTW wurde zu einem ernstzunehmenden Problem. Jugoslawien mit seinen vielen Bergketten und Hügeln benötigte Kettenfahrzeuge mit exzellenten Offroad-Fähigkeiten. Der BTR-152 zum Beispiel, dessen Konstruktion von vornherein eher minderwertiger Natur war, versagte unter diesen harten Bedingungen komplett. Gleichzeitig wussten die Militärs um den Erfolg der amerikanischen Ketten-MTW und sie wünschten sich ein ebensolches Fahrzeug aus einheimischer Produktion.

Aus diesem Wunsch heraus entstand der Truppentransporter M-60. Die Entwicklung begann Mitte der 1950er-Jahre, der erste Prototyp entstand 1958 und das Fahrzeug wurde 1962 in den Dienst gestellt. Zwischen 1962 und 1979 entstanden circa 790 Stück, von denen etwa 200 angeblich in den Irak exportiert wurden (allerdings existiert heute kein einziges Exemplar dieser Charge mehr). Die letzten Fahrzeuge wurden ca. 2004 aus der serbischen Armee ausgemustert.

M60P

M-60P

Alles in allem war es kein bahnbrechendes Design: Ein großer Kasten mit abgewinkelter Basispanzerung aus Stahl, die das Fahrzeug allenfalls frontal vor MG-Beschuss schützte. Das Fahrzeug besaß keinen ABC-Schutz und nur wenige rudimentäre Fähigkeiten zum Nachtkampf und orientierte sich vom Aufbau her offenbar an dem amerikanischen MTW M59, dem Vorgänger des M113. Das Fahrzeug war aus zwei Gründen bemerkenswert:

  • Aufgrund der Tatsache, dass Jugoslawien überhaupt eine Massenproduktion in Gang setzen konnte
  • Wegen der Auswahl der eingesetzten Komponenten

Das Fahrzeug wurde von der Kopie eines 150 PS starken österreichischen Sechs-Zylinder-Steyr-Motors angetrieben, dessen Aufbau den jugoslawischen Ingenieuren aus einem auf Lizenz produzierten ungarischen K-800-Traktor bekannt war. Die Gründe für die Wahl dieses Motors sind dem Verfasser dieses Artikels nicht bekannt, es ist jedoch wahrscheinlich, dass sie praktischer Natur waren – die Produktion des Motors war bereits etabliert, er war billig und leicht zu reparieren. Seine durchschnittliche Leistung brachte den Mannschaftstransporter jedoch nur auf 45 km/h.

Eine weitere recht eigenartige Wahl betraf das Fahrwerk, das eine Kopie des bei der Selbstfahrlafette SU-76 verwendeten Modells darstellte, die Jugoslwaien 1947 erworben hatte. Auch die Gründe für diese Wahl liegen auf der Hand – das Modell war robust, erprobt und einfach zu produzieren. Um den internationalen Charakter des Fahrzeugs abzurunden, bestand die Hauptbewaffnung aus einer amerikanischen .50 Kaliber Browning M2 HMG und einer jugoslawischen Kopie der deutschen MG42 aus der Weltkriegszeit. In gewissem Sinne stellte das Fahrzeug das Arsenal der jugoslawischen Armee imKleinformat dar. Nichtsdestotrotz machte es seinen Job.

In den 1960er-Jahren kamen immer mehr sowjetische Fahrzeuge in das Land, auch wenn es sich dabei nur um kleine Stückzahlen und Exemplare von dubioser Qualität handelte. Der Vietnamkrieg wiederum bewies die Anfälligkeit von Ketten-MTW und ließ Zweifel an der sogenannten "Battle Taxi"-Doktrin aufkommen. Alles in diesem Bereich änderte sich mit dem Auftritt des sowjetischen SPz BMP-1 – jetzt beschlossen die Jugoslawen, dass sie unbedingt einen eigenen SPz dieser Art bauen mussten, womit wir beim Startpunkt der M-80/M-80A-Serie angelangt sind.

M80A1

BVP M-80A1

Die Entwicklung des SPz M-80 begann ca. 1969 und der erste Prototyp war 1974 fertig. Ein Jahr später wurde das Fahrzeug im Rahmen der Militärparade zum Tag der Arbeit ib Belgrad erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Die eigentliche Serienproduktion begann erst 1979. Von diesem ersten Modell wurden nur wenige Exemplare angefertigt, bevor die Produktion 1980 auf eine größere Variante mit anderem Motor umschwenkte. Diese Variante wurde M-80A genannt. Lasst uns einige Wort über dieses Modell verlieren.

Auf den ersten Blick erinnert das Fahrzeug an einen aufgeblähten BMP-2, doch wenn man genauer hinsieht, dann ähnelt die Konstruktion ausgerechnet dem AMX-10P. Ähnlich wie beim Vorgängermodell handelte es sich um eine Mischung unterschiedlichster Konzepte. Die Besatzung bestand aus Kommandant, Richtschütze und Fahrer, letzterer saß neben dem Motor auf der linken Seite der Wanne.

Die Panzerung bestand aus Stahl (einige Quellen geben fälschlicherweise Aluminium an), war an der abgewinkelten Front ca. 14 mm dick und bot ausreichenden Schutz vor 20-mm-Maschinenkanonen, was eine Verbesserung gegenüber dem M-60 bedeutete. Die Seiten jedoch boten nur Schutz vor Kleinkaliberwaffen (speziell 7,62-mm-AP-Geschosse auf 100 Meter). Des weiteren war das Fahrzeug mit einem ABC-Schutzsystem, einem automatischen Feuerlöscher und einem Rauchgenerator ausgestattet.

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SPAT 30/2, eine Flugabwehrversion des BVP M-80A

Der M-80A wog 13,85 Tonnen (das Gewicht variierte je nach Variante) und wurde von der jugoslawischen Kopie eines Mercedes-Benz-Motors angetrieben – dem FAMOS 10V003 15,95 Liter V10 Diesel mit 315 PS, der das Fahrzeug auf bis zu 65 km/h brachte. Das Getriebe war manuell. Interessanterweise war der M-80A auch amphibisch, besaß allerdings keine eigens dafür gedachten Turbinen und musste sich auf die Antriebskraft seiner Ketten verlassen. Der Unterbau orientierte sich an den Fahrwerken des AMX-10P und des älteren M-60-Modells, bestand aus fünf Laufrollen mit individuellen Torsionsstäben und jeweils vorne und hinten angebrachten Stoßdämpfern.

Ein weiterer interessanter Aspekt des Fahrzeugs war die Bewaffnung. Der relativ kleine Geschützturm war mit einer auf Lizenz von Hispano-Suiza produzierten 20-mm-Maschinenkanone vom Typ HS 804 und einem doppelten Malyutka-Raketenwerfer ausgerüstet. Die Maschinenkanone konnte sowohl Luft- als auch Bodenziele angreifen und knüpfte hiermit an die sowjetischen SPz an, die auch auf die Bekämpfung von Kampfhubschraubern ausgerichtet waren. Im Vergleich zu den von den Sowjets eingesetzten 30-mm-Kanonen war dieses Modell deutlich schwächer.

Ungeachtet dieses Handicaps war der 1982 in Dienst gestellte M-80A ein solider SPz und wurde bis zum Zusammenbruch Jugoslawiens produziert. Exportiert wurde er nicht, gleichwohl nach dem Zerfall des Landes viele von ihnen in den Armeen der Nachfolgestaaten landeten, vor allem in Kroation und Serbien. Das Fahrzeug nahm an den Kampfhandlungen während des Jugoslawischen Bürgerkriegs teil und soll leistungsmäßig mit dem BMP-1 gleichauf gelegen haben, auch wenn eindeutige Berichte fehlen. Mittlerweile ist das ursprüngliche BVP M-80A-Modell veraltet, um es bei Armored Warfare wettbewerbsfähiger zu gestalten, werden wir deshalb einige Kampfwertsteigerungen und Varianten hinzufügen.

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M83-Turm auf dem M-80A LT (auch M92 genannt), einer Panzerabwehrversion des BVP M-80A

Bei Armored Warfare wird der BVP M-80A ein Tier-4-Premium-Schützenpanzer sein. Wie bereits am Tier zu erkennen ist, wird der M-80A als Kettenfahrzeug in Sachen Leistung gleichauf mit dem BMP-1 und BMP-2 liegen. Die Wannenpanzerung wird zwar angewinkelt sein, dafür aber ähnlich wie im Falle der BMP-Serie sehr anfällig sein, während die Mobilität etwas schwächer ausfallen wird, als beim BMP-1P. Das größte Attribut des Fahrzeugs wird die Möglichkeit sein, es je nach dem bevorzugten Spielstil zu konfigurieren.

Es werden drei unterschiedliche Waffensysteme (Geschütztürme) dür den M-80A zur Auswahl stehen.

Die erste Option bietet den M-80/98A-Trum mit einer Kombination aus der 30-mm-Maschinenkanone Zastava M86 L/70 (die leistungsmäßig der russischen 2A72 ähnelt) und einem Malyutka-Raketenwerfer. Das mit diesem System ausgestattete Fahrzeug wird bisweilen auch M80A1 Vidra genannt. Es ist eine Kampfwertsteigerug von 2004, was bedeutet, dass der Turm über moderne Elektronik, Optik und eine präzise FLA verfügt, die das Fahrzeug zum perfekten Späher machen. Der Malyutka-Werfer ist ein Doppelwerfer, der zwei Lenkflugkörper kurz naeinander abschießen kann.

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DIe zweite Option bildet der Foka-Turm, eine Flugabwehr-Variante mit zwei 30-mm-Zastava-Maschinenkanonen. DIese Variante des M-80A wird manchmal auch SPAT 30/2 genannt. In dieser Konfiguration wird das Fahrzeug zwar nicht über die Späherfähigkeiten des 80/98A-Turms verfügen, doch dieser Nachteil wird durch einen sehr hohen Schaden pro Minute und eine hohe Feuerrate der beiden Geschütze kompensiert (insgesamt 1000 Schuss pro Minute). Vom Spielstil her wird diese Variante dem AMX-13 DCA ähneln, allerdings ohne die spezielle Radarfähigkeit, was den Panzer zu einer fähigen Feuerunterstützungsplattform auf nahe bis mittlere Distanz machen wird, die den Gegner mit einem Feuerschwall bedeckt.

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Und schließlich wäre da noch der M83-Turm, der das genaue Gegenteil des Foka darstellt. Dabei handelt es sich um eine ausgewiesene Jagdpanzer-Variante, bei der die Maschinenkanone durch sechs Malyutka-Werfer ersetzt wird, die mit einer kurzen Verzögerung hintereinander gezündet werden können. Diese Option verwandelt das Fahrzeug zu einem Panzerkiller auf mittlere bis lange Distanz, der seine Ziele mit gut platzierten Raketenschüssen vernichtet. Und weil die Stahlpanzerung der meisten Tier-4-Fahrzeuge nur geringen Schutz gegen HEAT-Geschosse dieser Art bieten, wird diese Variante in den richtigen Händen zu einer extrem tödlichen Gefahr.

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Wir hoffen, dass euch dieser Fahrzeug gefällt und wir freuen uns, euch schon bald mehr über die neue Battle-Path-Kampagne zu erzählen.

Wir sehen uns auf dem Schlachtfeld!

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