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In Entwicklung: M48 GAU-8

Kommandanten!

Das Update 0.30 bringt eine Erweiterung des Fahrzeugpools von Oscar Faraday mit sich – in Form einiger experimenteller amerikanischer Panzer. Einige von ihnen kennt ihr ja bereits, wie den Leichtpanzer Griffin, den M113 Hellfire oder den experimentellen Abrams. Heute möchten wir euch als Kronjuwel dieser Linie einen Panzer vorstellen, der seinerzeit den Vorschlag von General Electric zum amerikanischen DIVAD-Programm bildete – den M48 mit einem GAU-8 Avenger-Geschütz.

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Ja, ihr habt richtig gehört – einen Panzer mit einem riesigen 30-mm-Rotationsgeschütz, das mit einer Kadenz von 4000 Schuss pro Minute Geschosse mit abgereichertem Uran verschießen kann. Und es ist keine Science-Fiction, sondern etwas, was General Electric tatsächlich im Rahmen des DIVAD-Programms vorgeschlagen hat, um die amerikanischen Panzerverbände mit einer potenten mobilen Flugabwehr auszustatten. Den größten Teil seiner Geschichte haben wir euch bereits im Artikel über das DIVAD-Programm erzählt und das Modell schaffte es auch nicht über diese Phase hinaus, also lasst uns zunächst einen Blick auf die Avenger-Kanone und ihren Einsatz bei Armored Warfare werfen.

Sieben Geschützläufe mit 30-mm-Kaliber und dreihundert Kilo purer zerstörerischer Kraft – das ist die Gau-8 Avenger von General Electric, eine der berühmtesten Waffen der Welt. Die in den 1970er-Jahren entwickelte Waffe wurde als "Kanone, um die ein Flugzeug gebaut wurde" bekannt. Gemeint ist natürlich ein weiteres legendäres Stück aus dem Arsenal der Amerikaner, das Erdkampfflugeug A-10 Thunderbolt II. Wie bereits erwähnt, kann die Kanone neben 30-mm-HE-I-Geschossen auch AP-I-Geschosse vom Typ PGU-14B mit einer Mündungsgeschwindigkeit von ca. 1000 m/s verschießen. In anderen Worten können sie die Reichweite der Kanone in ungefähr einer Sekunde abdecken.

Im Gegensatz zur geläufigen Meinung sind diese Geschosse trotz ihres auffällig harten Kerns nicht von sich aus in der Lage, extreme Panzerungsstärken zu durchbrechen. Es sind schließlich "nur" 30-mm-Geschosse, deren nominaler Durchschlagswert 60-80 mm beträgt. Diese Beschränkung wird jedoch durch die extrem hohe Feuerrate der Avenger kompensiert, die so typisch für moderne Kampfflugzeuge ist, denen im Kampf nur ein sehr kleiner Angriffszeitraum zur Verfügung steht. Die Avenger ist in der Lage, 60 dieser Geschosse in unter einer Sekunde zu verschießen, begleitet von einem furchterregenden Grollen.

Diese Feuerwalze kann in der Tat einen Panzer in Stücke reißen und hat es auch getan, was während der Operation Wüstensturm den Ruf der Thunderbolts als absolute Killermaschinen begründete.

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Jetzt fragt ihr euch sicherlich, wie das Ganze bei Armored Warfare funktionieren soll? Wollen wir wirklich ein Fahrzeug mit einer Schusskadenz ins Spiel bringen, die fünfmal höher wäre, als bei der Terminator-Serie?

Nun, es ist genau das, was wir wollen – einen Panzer mit rund viertausend Schuss pro Minute. Natürlich mit einigen Einschränkungen, also lasst uns jetzt ans Eingemachte gehen.

Bei Armored Warfare wird der M48 GAU-8 eine Jagdpanzer auf Tier 10 sein. Wanne und Turm des Panzers stammen vom M48 und werden in Sachen Mobilität und Panzerung keine Besonderheit darstellen – das Fahrzeug wird frontal nur gegen Maschinenkanonen geschützt sein und im Vergleich zu den meisten hochrangigen KPz ziemlich schwerfällig daherkommen.

Doch das ist nicht das, was ihr hören wollt, oder? Es ist die Kanone, die euch interessiert. Also gut, lasst uns darüber reden.

Im Update 0.30 bringen wir eine neue Klasse von Geschützen mit einer alternativen Mechanik ins Spiel – die Rotationskanonen. Wie ihr Name bereits andeutet, werden sie über mehrere rotierende Geschützläufe verfügen und die höchste Feuerraten im Spiel ermöglichen. Um diesen Vorteil auszugleichen, werden sie einer neuen Mechanik namens "Überhitzung" ausgestattet.

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Bei der Überhitzung wird genau das geschehen, was man sich darunter vorstellt. Je länger das Geschütz schießt, desto mehr erhitzt es sich – bis es überhitzt. Im Spiel wird ein Balken die Hitzeentwicklung der Rotationskanonen anzeigen – je länger geschossen wird, desto schneller füllt sich der Balken. Sobald der Balken voll ist, ist die Kanone überhitzt und muss sich eine bestimmte Zeit lang abkühlen. Das Geschütz kühlt ab, wenn es nicht verwendet wird, weshalb Pausen bei Dauerfeuer ein unbedingtes Muss darstellen.

Darüber hinaus wird die Maschinenkanone einen Sekundenbruchteil benötigen, bevor Rotation und Schussvorgang einsetzen können (die sogenannte "Rollzeit"). Übrigens werden die Kanonen nicht in der Lage sein, einzelne Schüsse abzugeben. Stattdessen wird es eine bestimmte minimale Salvengröße geben.

Der letzte Unterschied zu gewöhnlichen Maschinenkanonen wird Penetration und Schaden betreffen. Nur wenige Oberflächen können einem Feuersturm dieser Art standhalten und selbst die dickste Panzerung verliert irgendwann an Integrität. Deshalb werden panzerbrechende Geschosse von Rotationskanonen auch dann Schaden zufügen, wenn es nicht zum Durchbruch kommt. Der Schaden wird dabei natürlich spürbar verringert sein – je stärker die Panzerung (je größer also der Unterschied zwischen Durchschlagskraft und Panzerungsstärke), desto kleiner der erhaltene Schaden. Ab einem gewissen Schwellenwert wird das Ziel keinen Schaden mehr nehmen, weshalb es nicht möglich sein wird, sich einfach zurückzulehnen und einen gegnerischen Challenger oder Armata zu schmelzen.

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Lasst uns jetzt einen Blick auf die Charakteristiken der GAU-8 Avenger an diesem Fahrzeug werfen.

Bevor wir das jedoch tun, muss beachtet werden, dass es vorläufige Werte sind, die unsere Idealvorstellung von einem Setup des Fahrzeugs im Spiel darstellen. Es ist also mehr als wahrscheinlich, dass sich diese Werte nach internen Tests und Anpassungen ändern werden.

Aber zurück zum Thema:

Die Avenger wird über zwei Feuermodi verfügen – hohe Kadenz und niedrige Kadenz. Beide Modi werden denselben Geschosstyp verwenden – die panzerbrechende PGU-14/B-Munition mit abgereichertem Urankern und den folgenden Eigenschaften:

  • Schaden: 25 pro Schuss
  • Durchschlag: 170 mm

Spezialeigenschaften:

  • Abgereichertes Uran – Erhöht die Chance, den Feind in Brand zu setzen
  • Rotationskanone – Die Geschosse fügen auch dann Schaden zu, wenn sie nicht penetrieren

In beiden Modi wird sich die Kanone erst ausrichten müssen und damit nach ca. einer halben Sekunde Schussbereit sein.

Der Modus mit der hohen Kadenz wird mit 4200 Schuss pro Minute operieren, allerdings nur mit kurzen Salven von ca. 130 Schuss, bevor die Kanone überhitzt. Wenn das geschieht, muss eine kurze Abkühlzeit abgewartet werden. Dieser Modus ist für kurze Angriffsfenster ausgelegt, wo es absolut nötig ist, schnellstmöglich ein Höllenfeuer zu entfesseln.

Die niedrige Kadenz wird mit 2100 Schuss pro Minute operieren und längere Salven ermöglichen (bis zu 8 Sekunden). In dieser Zeit werdet ihr bis zu 7000 Schadenspunkte zufügen können, was den durchschnittlichen Wert für Schaden pro Minute auf kolossale 52.000 hievt. Diese Zahl ist natürlich nur theoretischer Natur, weil die Kanone auch in diesem Modus überhitzt, sodass ein realistischer Wert mit 20.000 angesetzt werden kann – eine immer noch ansehnliche Zahl.

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Wie von einem Waffensystem dieser Art zu erwarten wäre, wird es in Bewegung nicht allzu präzise sein, bei Stillstand jedoch solide überzeugen. Allerdings wird auch hier die Präzision abnehmen, je länger der Schussknopf gedrückt wird. Auf der anderen Seite wird die für den Einsatz gegen Flugziele konzipierte Rotationskanone dem M48 GAU-8 den Beschuss von mehreren Zielen ohne den Präzisionsverlust ermöglichen, den die Turmdrehung nach sich zieht.

Alles in allem haben wir es mit einem von der Grundstruktur eher anfälligen Fahrzeug ohne ausreichenden Schutz gegen feindliche Kanonen oder Lankflugkörper zu tun, das seinerseits innerhalb von kürzester Zeit eine enorme Menge Schaden anrichten kann. Ähnlich wie die anderen Fahrzeuge von Oscar Faraday wird auch dieser Panzer eine durchdachte Strategie erfordern, um sein maximales Potenzial zu entwickeln, auch weil seine Geschosse über eine relativ niedrige Durchschlagskraft verfügen und eher gegen leicht gepanzerte Ziele und ungeschützte Bereiche von Kampfpanzern effektiv sind. Bei Frontalangriffen gegen moderne KPz verlieren sie dagegen schnell an ihrer tödlichen Kraft.

Wer sich mit dem M48 GAU-8 hinter sein Ziel anschleichen kann, kommt daher garantiert zum Erfolg, gegen feindliche KPz hilft dagegen nur umsichtige Taktik. Auch Flankenmanöver müssen gut geplant werden, weil das Fahrzeug nicht zu den manövrierfähigen Vertretern seiner Zunft gehört, wer sie jedoch meistert, kann mit einer einzigen Salve gleich mehrere Gegner ausschalten, ohne zu überhitzen.

Wir hoffen, dass euch dieses Fahrzeug gefällt, und sehen uns auf dem Schlachtfeld!

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