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In Entwicklung: VBR

Die Firma Panhard machte in den späten 1980er- und 1990er gute Geschäfte. Das 1988 entwickelte leichte Panzerfahrzeug VBL (Véhicule Blindé Léger) war mit den ca. 2300 seit 1990 gebauten Einheiten ein massiver Erfolg.

scr1 Das kleine, robuste und praktische Fahrzeug war eines der besten jemals von dem Unternehmen gebauten Modellen und damit auch der Grund, warum die Marke fortgeführt wurde, selbst nachdem die Firma zunächst 2004 von Auerland und schließlich 2012 von Renault Trucks Defense aufgekauft wurde.

Es ist nicht verwunderlich, dass man versuchte, an den Erfolg des VBL mit einem anderen Fahrzeug anzuknüpfen - den VBR (Véhicule Blindé a Roues). Die Entwicklung des VBR begann 2001 als privates Projekt von Panhard und basierte auf zwei Prämissen:

  • Erhöhte Nutzlast im Vergleich zu VBL
  • Erschwinglichkeit

Auch wenn sich der VBR am Grundriss des VBL orientierte, wurde er um einiges größer gestaltet, um seine Tragfähigkeit zu erhöhen. Das ermöglichte nicht nur den Transport größerer Ladungen, sondern auch potenziell schwererer Waffensysteme, einschließlich ferngesteuerter Geschütztürme. Um das Fahrzeug erschwinglich zu gestalten, wurden bei der Konstruktion mehrere „zivile“ Komponenten verwendet (darunter der Motor und das Getriebe).

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Ein einziger Prototyp des VBR wurde 2002 gebaut und im selben Jahr der Öffentlichkeit vorgestellt. Er wog ungefähr zwei Tonnen und wurde von zwei Mann Besatzung bedient - dem Fahrer auf der linken und dem Kommandanten auf der rechten Seite, der die Waffenstation auf dem Fahrzeugdach bediente. In der MTW-Version konnte er 2 bis 8 Soldaten bzw. 2,5 Tonnen Fracht transportieren.

Die ferngesteuerte Waffenstation war mit einem schweren 12,7-mm-Maschinengewehr vom Typ M2 ausgerüstet, wenngleich eine große Bandbreite an schwereren Waffensystemen angeboten wurde, inklusive Maschinenkanonen, Granatwerfern und Lenkflugkörpern. Eine Variante mit einem SWARM-Raketenwerfer wurde 2004 dem Publikum präsentiert.

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Das Modell wurde von einem MTU-4R106-Dieselmotor mit 325 PS angetrieben, der das Fahrzeug auf 110 km/h beschleunigte.

Der Schutzfaktor der 2. Stufe nach STANAG 4569 bot der Besatzung Schutz vor 7,62-mm-Munition und Granatsplittern bis 155 mm auf 80 Metern. Laut Angaben von Panhard Defense kann der Schutz auf Stufe 4 erhöht werden, was gegen 14,5-mm-AP-Projektile auf 200 Meter und mehr, sowie 155-mm-Granatsplitter auf 60 Meter schützt. Nach der Vorstellung des Prototyps tauchten auch Versionen mit dem aktiven israelischen Schutzsystem Iron Fist auf.

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Der VBR-Prototyp regte 2001 durchaus Interesse an, auch wenn am Ende keine Kaufverträge abgeschlossen wurden. Libyen interessierte sich zwar für den Kauf einiger VBR, doch die prekäre politische Situation in dem Land und der anschließende Fall von Gaddafis Regime machten die Kaufpläne zunichte. Auch Russland bekundete zaghaftes Interesse, wobei es allerdings auch blieb. Der VBR findet sich auch 2016 noch in Panhards Katalog, wartet allerdings seit 14 Jahren auf seinen ersten Käufer.

Bei Armored Warfare folgt der VBR auf den VBL auf Tier 6 und ist ein extrem wendiges Fahrzeug und ein engagierter Späher, der zu wahnsinnigen Manövern fähig ist. Ähnlich wie bei seinem Vorgänger, werden Spieler die Möglichkeit haben, Lenkflugkörper oder eine 30-mm-Maschinenkanone als Hauptbewaffnung zu wählen und das Fahrzeug an unterschiedliche Spielstile anzupassen.

Wir hoffen, dass es euch gefällt und sehen uns auf dem Schlachtfeld!

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