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Fahrzeuge im Fokus: Leopard 2A7-140

Der Kampfpanzer Leopard 2 des Herstellers Krauss-Maffei-Wegmann ist der wichtigste deutsche Kampfpanzer und mit dreitausend gebauten Exemplaren auch der häufigste in Europa eingesetzte NATO-KPz. Während seiner vierzig Einsatzjahre hat sich der Leopard 2 als zuverlässiges Konzept bewiesen und kann sich dank mehrfacher Kampfwertsteigerungen mit allen modernen KPz unserer Zeit messen lassen.

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Es sind mehrere Versionen des Leopard 2 bei Armored Warfare verfügbar, von denen keine so viel Aufmerksamkeit erregt, wie die ultimative Version des Fahrzeugs - der Leopard 2A7-140. Worauf aber basiert das Spielmodell des Leopard 2A7?

Es gab viel Verwirrung bezüglich des Wesens unseres 2A7, den man irrtümlich für eines der eigenständigen Kampfwertsteigerungsprogramme hielt:

  • Evolution (für den Leopard 2A4 von Rheinmetall, später Revolution genannt und 2007 der Öffentlichkeit vorgestellt)
  • Evolution II (für alle modernen Leopard-2-Varianten von Rheinmetall, 2012 der Öffentlichkeit vorgestellt)

Beide Programme verfügen über charakteristische Panzerungssets, die dem Leopard 2 ein sehr futuristisches Aussehen verleihen, sich jedoch von dem eigentlichen Leopard 2A7 unterscheiden. Tatsächlich gibt es zwei separate Fahrzeuge, die Leopard 2A7 genannt werden können:

  • Leopard 2A7+, ein firmeneigenes Projekt von KMW, wurde auf der Eurosatory 2010 der Öffentlichkeit vorgestellt
  • Leopard 2A7, ebenfalls von KMW für die Bundeswehr entwickelt; die ersten zwei Dutzend Einheiten wurden Ende 2014 ausgeliefert

Das erste Modell wird oft als „das ultimative Leopard-2-Upgrade“ zitiert, was sowohl an seiner Bezeichnung liegt (2A7+), als auch an der Tatsache, dass seine Abbildungen weit verbreitet sind und sich ins kollektive Bewusstsein eingebrannt haben. In Wirklichkeit war das Fahrzeug zu keiner Zeit als funktionelle Kampfwertsteigerung gedacht. Stattdessen diente der 2A7+ als Technologie-Demonstrator, der mit der Absicht gebaut wurde, das Interesse potenzieller Käufer zu wecken. Er verfügte über mehrere fortschrittliche Systeme und zusätzliche passive Panzerung an der oberen Frontplatte und den Seiten. Das primäre Ziel des Programms bestand darin, den Präsentationspanzer mit möglichst vielen modernen Systemen auszustatten, ohne auf ihren Preis oder ihre Kompatibilität zu achten.

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Leopard 2A7+ Technologie-Demonstration, Eurosatory 2010

Man ging davon aus, dass kein potenzieller Käufer das extrem teure Upgrade-Gesamtpaket erwerben würde. Stattdessen wollte man bei Krauss-Maffei-Wegmann jedes individuelle Angebot den Wünschen des Kunden entsprechend konfigurieren. Das Präsentationsmodell selbst wurde demontiert, nachdem es auf den relevanten Rüstungsmessen präsentiert worden war.

Der zweite Leopard 2A7 ist der „wahre“ 2A7. Äußerlich kaum vom 2A6 zu unterscheiden, verfügt diese Kampfwertsteigerung über mehrere Neuerungen. Eine davon ist die Fähigkeit, eine neue Art von Sprenggeschossen einzusetzen, die darauf programmiert werden können, in einer bestimmten Distanz vom Ziel zu detonieren. Weitere Upgrades betreffen die Innenausstattung und umfassen ein verbessertes Kühlungssystem, ein unabhängiges Stromerzeugungsaggregat, das die Stromversorgung des Fahrzeugs sicherstellt, ein neues internes Kommunikationssystem, sowie optimierte Nachtsicht und weitere Verbesserungen. Zusätzliche modulare Panzerung ist optional und wird interessierten Käufern angeboten, die den Kampfwert ihrer Fahrzeuge in der urbanen Kriegsführung steigern wollen.

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Leopard 2A7

Auch wenn diese Upgrades im Vergleich zum älteren Leopard 2A6 durchaus nennenswert sind, wurde das Modell des Leopard 2A7 bei Armored Warfare um weitere experimentelle Module erweitert, um ihn noch stärker von seinem Vorgänger abzuheben. Zu den wichtigsten dieser Upgrades zählen das ESPACE-Panzerungsset und die 140-mm-Kanone.

IBD Deisenroth ESPACE

Das während der Eurosatory 2014 öffentlich vorgestellte Konzept der ESPACE-Panzerung (ESPACE steht für Enhanced Survivability Package Advanced Combat Environment) wurde mit dem Ziel entwickelt, die Panzerung von KPz zu optimieren (in diesem Fall des Leopard 2), ohne deren Gewicht entscheidend zu erhöhen.

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Leopard 2A4 mit ESPACE Kit, Foto von IBD Deisenroth

Der Entwickler, IBD Deisenroth, hatte dank der Beteiligung am Evolution/Evolution-II-Programm bereits Erfahrung mit Kampfwertsteigerungen des Leopard 2 gesammelt. Im Vergleich zu den früheren Evolution/Evolution-II-Upgrades bietet das ESPACE-Set bedeutend höheren Schutz gegen moderne Wuchtgeschosse, Lenkflugkörper und IED-Explosionen.

Ein Prototyp wurde tatsächlich gebaut und am Leopard 2A4 getestet, wobei sich das Gewicht des Testfahrzeugs auf ca. 65 erhöhte. Die Version bei Armored Warfare repräsentiert eine logische Erweiterung des ESPACE-Sets auf weitere Leopard-2-Varianten.

140-mm-Kanone

Zusammen mit den Vereinigten Staaten und Großbritannien arbeitete Deutschland an einer massiven 140-mm-Glattrohrkanone mit automatischem Lademechanismus (die 140-mm-Projektile waren zu groß, um regulär geladen zu werden).

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Leopard 2 testbed mit 140mm Kanone, Foto von Soldat und Technik

Die Kampfwertsteigerungsprogramme (KWS) des Leopard 2 wurden seit den späten 1980er-Jahren entwickelt, wobei die 140-mm-Stufe KWS-III genannt wurde. Ursprünglich sollten sie die Feuerkraft des Leopard 2 verbessern, um es gegen die erwartete nächste Generation sowjetischer KPz zu wappnen.

Die 140-mm-Kanone sollte auf einem verlängerten Leopard-2-Turm angebracht werden, der das Munitionslager und den Lademechanismus unterbringen sollte. Ein Prototyp wurde gebaut und erfolgreich auf einer Leopard-2-Wanne mit schwer modifiziertem Turm installiert. Einen weiteren Teil der KWS III sollte ein modernes Führungs- und Waffeneinsatzsystem ausmachen.

Das Programm hatte zwei bedeutende Nachteile.

  • Zum einen stand man dem automatischen Ladekonzept beim deutschen Militär eher skeptisch gegenüber und erachtete es als unzuverlässig auf dem Schlachtfeld, da der Verlust eines einzigen Besatzungsmitglied die Bedienung des Panzers erheblich beeinträchtigen konnte. Aus diesem Grund wurden automatische Lademechanismen auch für die deutschen 120-mm-L/44- und L/55-Kanonen zu keinem Zeitpunkt in Betracht gezogen.
  • Selbst bei konkreten Erfolgsaussichten würde die Entwicklung der 140-mm-Kanone, des automatischen Lademechanismus und des neuen Geschützturms zusammen mit ihrer Anpassung an die Leopard-2-Wanne zu lange Zeit in Anspruch nehmen (in den frühen 1990er Jahren wurde ein potenzieller Bestand von 850 produzierten Fahrzeugen für das Jahr 2008 prognostiziert)

Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion wurde das Programm hinfällig und 1995 eingestellt, woraufhin man sich weiteren 120-mm-Upgrades des Leopard widmete. Das Führungs- und Waffeneinsatzsystem IFIS wurde später in einer modernisierten Version des Leopard 2A5 eingesetzt.

Bei Armored Warfare

Wo der T-14 Armata auf massive Feuerkraft setzt und der Challenger 2 ATDU auf seine Panzerung, ist der Leopard 2A7-140 ein echtes Allroundtalent. Während die Basispanzerung ziemlich dick ist, fehlt es der Wanne und dem Turm an umfassendem ERA-Schutz, was sie verwundbar für Panzerabwehr-Lenkflugkörper macht. Der Leopard 2A7-140 ist mit einem weiteren universellen KPz vergleichbar, dem XM1A3. Beide Fahrzeuge verfügen über Panzerungsupgrades und 140-mm-Kanonen als Hauptbewaffnung, und obgleich der XM1A3 dank seiner explosiven Reaktivpanzerung etwas besser geschützt ist, ein verbessertes APS-System besitzt und in seiner Top-Konfiguration höhere Mobilität aufweist, beschleunigt der Leopard 2A7 schneller und hat eine stabilere Aufhängung.

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Die 140-mm-Kanonen des Leopard und des XM1A3 ähneln sich in Sachen Bedienung, Durchschlagskraft und Schaden-pro-Schuss-Rate, auch wenn der Leopard 2A7 in seiner Top-Konfiguration schneller feuert und mit seiner standardmäßigen 120-mm-Kanone Lenkflugkörper und HE-Geschosse verschießen kann, während sich der XM1A3 mit APFSDS- und HEAT-Geschossen zufrieden geben muss. Dank seiner Technologie-Upgrades ist der Leopard 2A7-140 präziser in Bewegung, während der XM1A3 seine Präzisionsrate zu einem gewissen Grad mit dem verbesserten Laserentfernungsmesser optimieren kann.

Der Leopard zeigt in fast jeder Situation eine gute Leistung und ist eine hart zu knackende Nuss. Seine seitliche und hintere Panzerung ist jedoch auch für leichtere Gegner angreifbar und macht Flankenangriffe gegen diesen KPz zu einer wirksamen Taktik.

Eigenschaften

  • Tier: 10
  • Klasse: Kampfpanzer
  • Trefferpunkte: 3180
  • Besatzung: Kommandant, Richtschütze, Fahrer
  • Basistarnung: 0.05
  • Sichtweite: 360 Meter

Panzerung (Wanne)

Leopard 2A7-140 Standardpanzerung

  • Panzerungstyp Wanne:: Verbundpanzerung
  • Modifikatoren Wannenpanzerung: 1,3 gegen AP, 2,0 gegen HEAT, 1,3 gegen HE
  • Stärke der Wannenpanzerung gegen AP: 618/163/88
  • Stärke der Wannenpanzerung gegen HEAT: 950/250/136

KPz-ESPACE-Panzerung

  • Panzerungstyp Wanne: Verbundpanzerung
  • Modifikatoren Wannenpanzerung: 1,3 gegen AP, 2,0 gegen HEAT, 1,3 gegen HE
  • Stärke der Wannenpanzerung gegen AP: 618/286/88
  • Stärke der Wannenpanzerung gegen HEAT: 950/440/136

Panzerung (Turm)

Leopard 2A7-140 Standardpanzerung

  • Panzerungstyp Turm: Composite Armor
  • Modifikatoren Turmpanzerung: 1,3 gegen AP, 2,0 gegen HEAT, 1,3 gegen HE
  • Stärke der Turmpanzerung gegen AP: 949/455/111
  • Stärke der Turmpanzerung gegen HEAT: 1460/700/170

KPz-ESPACE-Panzerung

  • Panzerungstyp Turm: Verbundpanzerung
  • Modifikatoren Turmpanzerung: 1,3 gegen AP, 2,0 gegen HEAT, 1,3 gegen HE
  • Stärke der Turmpanzerung gegen AP: 949/611/234
  • Stärke der Turmpanzerung gegen HEAT: 1460/940/360

Feuerkraft

Hauptwaffe (Standard): 120 mm L/55 Glattrohrkanone

  • Zuladung: Automatischer Lademechanismus
  • Kaliber: 120mm
  • Nachladezeit: 7,86 Sekunden (10,28 Sekunden für ATGM)
  • Zielzeit: 2.9 Sekunden
  • Präzision: 0.12
  • Rohrsenkung: +20/-9 (Front), -1 (Heck)
  • Turmschwenkung: 34.88 Grad/s

Munition für 120mm L/55 Glattrohrkanone

Panzerbrechend (kinetisch))

Name: DM53

  • Name: DM53
  • Kategorie: AP (Standard)
  • Durchschlag: 634
  • Schaden: 619
  • Schaden pro Minute: 4725
  • Geschwindigkeit: 1200 m/s

Name: DM63

  • Name: DM63
  • Kategorie: AP (Upgrade 1)
  • Durchschlag: 666
  • Schaden: 650
  • Schaden pro Minute: 4961
  • Geschwindigkeit: 1200 m/s

Hohlladungsgeschosse (HEAT)

Name: DM12A2

  • Kategorie: HEAT (Standard)
  • Durchschlag: 558
  • Schaden: 774
  • Schaden pro Minute: 5908
  • Geschwindigkeit: 750 m/s

Sprenggeschosse

Name: DM11

  • Kategorie: HE (Standard)
  • Durchschlag: 48
  • Schaden (durchschlagend): 626-76
  • Schaden (nicht-durchschlagend): 104-510
  • Wirkungsradius: 0,6 Meter
  • Geschwindigkeit: 500 m/s

Lenkflugkörper

Name: LAHAT

  • Kategorie: HEAT Tandem (Standard)
  • Durchschlag: 1410
  • Schaden: 883
  • Geschwindigkeit: 200 m/s

Hauptwaffe (Upgrade): 140 mm L/48 Gezogene Kanone

  • Zuladung: Automatischer Lademechanismus
  • Kaliber: 140 mm
  • Nachladezeit: 8,33 Sekunden
  • Zielzeit: 2,9 Sekunden
  • Präzision: 0,13
  • Rohrsenkung: +20/-9 (Front), -1 (Heck)
  • Turmschwenkung: 24,88 Grad/s

Munition für 140 mm L/48 Gezogene Kanone

Panzerbrechend (kinetisch)

Name: Prototyp APFSDS

  • Kategorie: AP (Standard)
  • Durchschlag: 798
  • Schaden: 747
  • Schaden pro Minute: 5380
  • Geschwindigkeit: 1200 m/s

Sprenggeschosse

Name: HE-Prototyp

  • Kategorie: HE (Standard)
  • Durchschlag: 60
  • Schaden (durchschlagend): 756-924
  • Schaden (nicht-durchschlagend): 126-616
  • Wirkungsradius: 0,6 Meter
  • Geschwindigkeit: 500 m/s

Mobilität

Standardmotor: MTU MT833 Dieselmotor

  • Beschleunigung auf 32 km/h: 5,7 Sekunden
  • Höchstgeschwindigkeit: 72 km/h

Mobilität-Upgrades:

  • Optimierte Aufhängung (verbessert Fahrverhalten in rauem Gelände um 10%)
  • Optimierte Torsionsstäbe (erhöht die Haltbarkeit von Aufhängungssystemen um 40%)
  • D570P0-Ketten (verbessern Beschleunigung, Höchstgeschwindigkeit, Schwenkung und Wendeverhalten von Fahrzeugen auf rauem und schwierigem Gelände)
  • Optimierte Stoßdämpfer (erhöht Vorschubgeschwindigkeit von Kettenfahrzeugen um 15%)

Technologie

Standardtechnologie:

  • Leopard 2A7-140 Technologie

Technologie-Upgrades:

  • Rauchgranaten (ermöglicht dem Fahrzeug eine Entladung von Rauchgranaten)
  • SEOSS-Stabilisatoren (verbessert Präzision in Bewegung um 20%)
  • INIOCHOS-V-System (erhöht die Sichtweite des Fahrzeugs um 40 Meter)
  • Aktives Schutzsystem (ermöglicht automatische Gegenmaßnahmen gegen 3 ATGMs, kann nur einmal pro 30 Sekunden aktiviert werden)
  • Verbesserte Klimaanlage (erhöht Besatzungsattribute um 2%)

Retrofits

  • Panzerungs-Retrofit-Slot
  • Universeller Nachrüst-Slot
  • Feuerkraft-Retrofit-Slot
  • Mobilitäts-Retrofit-Slot

Kampferprobt-Upgrades

  • Kampferprobt (9500 Gold)
  • 1,012,850 Kreditpunkte (135,020 Reputation)
  • 1,012,850 Kreditpunkte (135,020 Reputation)
  • 1,012,850 Kreditpunkte (135,020 Reputation)
  • 1,012,850 Kreditpunkte (135,020 Reputation)
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