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Panzerlinie des Monats – Die BMPs

Kommandanten!

In diesem Monat widmet sich unsere Serie Panzerlinie des Monats den BMP-Fahrzeugen, die in Sophie Wölflis Linie erhältlich sind.

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Die Geschichte der sowjetischen und russischen Schützenpanzer der BMP-Serie reicht zurück bis in die 1960er-Jahre, als die Sowjetarmee Bedarf nach einem schnellen gepanzerten Kettenfahrzeug anmeldete, das ihre Panzerformationen begleiten würde. Aus diesem Konzept entstand der seinerzeit modernste SPz der Welt, der darüber hinaus auch der am besten bewaffnete war (jedenfalls auf dem Papier) – der BMP-1.

Der allgegenwärtige BMP-1 wurde – nicht ohne Grund – als ein Symbol der sowjetischen Militärmacht betrachtet, und die Ängste der westlichen Militärs verdichteten sich in der Vorstellung von endlosen Strömen russischer Fahrzeuge, die aus ostdeutschen Städten, dem polnischen Flachland und den Bergen der Tschechoslowakei wie ein gepanzerter Speer ins Herz der NATO-Mächte in Europa vorstießen. Die Entwicklungsgeschichte des Fahrzeugs wird in unserem Artikel beschrieben.

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Die Realität war, wie so oft, viel weniger glorreich und die ersten Kampfoperationen des BMP-1 im Konflikt der von der Sowjetunion unterstützten arabischen Nationen gegen Israel offenbarten die Schwächen dieses leichten Schützenpanzers, insbesondere seine ungenügende Waffenausrüstung, den engen Innenraum und die schlechte Platzierung der Besatzung. Während man die Probleme in den Nahostkonflikten größtenteils unsachgemäßer Verwendung der exportierten Fahrzeuge, genauso wie falscher Taktik zuschrieb, war es ein viel längerer und mühsamerer Prozess, die Probleme mit den Fahrzeugen auf ihrem Heimatboden – in Sowjetrussland – einzugestehen, insbesondere weil dazu verschiedene einflussreiche Beteiligte ihre Fehler zugeben mussten. Es dauerte eine ganze Weile, bis ein Nachfolger in Form des BMP-2 entwickelt wurde und dieser Prozess war alles andere als einfach. Er wird in den folgenden Artikeln beschrieben:

Der BMP-2 stellte im Vergleich zum BMP-1 zwar eine Verbesserung dar, allerdings keine allzu große – eher war es eine Kampfwertsteigerung, die viele Konstrunktionsfehler ihres Vorgängers übernahm, darunter den beengten Aufbau und die fehlende Möglichkeit, ein größeres Waffensystem zu verbauen. Noch bevor die ersten BMP-2 die Fertigungshallen verließen, entschieden sich die sowjetischen Verantwortlichen dazu, einen echten, größeren und besseren Nachfolger des BMP zu konstruieren.

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Das Ergebnis hieß BMP-3. Dieses geräumigere und besser ausgerüstete Fahrzeug ersetzte die Bewaffnung des BMP-1 und BMP-2 durch eine ziemlich markante Kombination aus einer 100-mm-Kanone mit niedriger Mündungsenergie (die für HE-Geschosse und Raketen vorgesehen war) und einer langläufigen 30-mm-Maschinenkanone.

Seit den späten 1980er-Jahren wurden mehrere hundert Einheiten produziert, doch als das Fahrzeug erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wurde, stand die Sowjetunion bereits kurz vor dem Zusammenbruch. Die 1990er-Jahre stellten eine finstere Ära in der Geschichte des russischen Militärs dar, weil unzählige Entwicklungs- und Produktionsprogramme wegen fehlender Gelder eingestellt oder massiv zurückgeschraubt werden mussten, wie auch im Falle der BMP-Serie, von der im gesamten Jahrzehnt gerade mal 2000 Einheiten gebaut wurden, von denen drei Viertel für den Export gedacht waren. Russland behielt etwa 500 Fahrzeuge, was im Vergleich zu den Zehntausenden BMP aus früheren Jahren einen drastischer Abfall darstellte. Die Entwicklung dieses Modells haben wir bereits in einem früheren Artikel beschrieben.

Der BMP-3 ist bis heute der wichtigste SPz im Dienst der russischen Armee. In den 2000er-Jahren wurden mehrere Kampfwertsteigerungen konzipiert (darunter der BMP-3M und der Dragun), die sich teilweise auch bei Armored Warfare wiederfinden.

Vom 1. bis zum 31. August 2019 werden folgende Fahrzeuge für einen reduzierten Preis und mit einem 30-%-Bonus auf ihren Kampferprobt-Status erhältlich sein:

Tier-3-SPz BMP-1 – Originalversion des sowjetischen BMP-1 mit Maljutka-Raketenwerfer und einer 73-mm-2A28-Grom-Kanone. Zum Zeitpunkt seiner Einführung Mitte der 1960er-Jahre war es der beste SPz der Welt, wurde jedoch in den folgenden Jahrzehnten von anderen Modellen überholt. Mit über 20.000 produzierten Exemplaren (einschließlich der lizensierten Modelle) gehört er bis heute zu einem der meistgebauten Schützenpanzer aller Zeiten. Erfahrt mehr über diesen Panzer in dem entsprechenden Artikel.

  • Rabatt: 35%

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Tier-4-SPz BMP-1P – Eine Kampfwertsteigerung des späten BMP-1-Produktionmodells. Der größte Unterschied zum Original besteht in dem verbesserten Lenkflugkörpersystem, dank dem der BMP-1P Gegner ausschalten konnte, mit denen der ursprüngliche Maljutka-Werfer seine Schwierigkeiten hatte. Erfahrt mehr über diesen Panzer in dem entsprechenden Artikel.

  • Rabatt: 35%

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Tier-5-SPz BMP-2 – Beim BMP-2 handelt es sich um die zweite wichtige Produktionsvariante des BMP, bei dem der Geschützturm um eine 30-mm-Maschinenkanone erweitert wurde. Ähnlich wie der BMP-1 wurde auch dieses Modell in großen Stückzahlen hergestellt, sowohl in der Sowjetunion, als auch im Ausland. Erfahrt mehr über diesen Panzer un unserer Artikelserie – Teil 1, Teil 2 und Teil 3.

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Tier-6-SPz BMP-3 – Im Gegensatz zum BMP-2 stellte dieses Modell aus den späten 1980er-Jahren nicht nur ein Upgrade, sondern einen echten Ersatz für den BMP-1 und BMP-2 dar. Leider wurden aufgrund des Zusammenbruchs der Sowjetunion die finanziellen Mittel für seine Entwicklung und Produktion drastisch gekürzt, sodass bis heute ca. 2000 Fahrzeuge gebaut worden sind. Dessen ungeachtet ist es aktuell der wichtigste SPz der russischen Armee. Erfahrt mehr über diesen Panzer in dem entsprechenden Artikel.

  • Rabatt: 35%

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Tier-7-SPz BMP-3M – Die BMP-3M-Variante stellt einen Versuch aus den späten 1990er-Jahre dar, den BMP-3 mit einem leistungsstärkeren Motor, einer besseren FLA und optimierten ATGM zu modernisieren. Des Weiteren wurde die Option hinzugefügt, eine Arena-E APS zu installieren. Eine unbekannte Anzahl dieser Fahrzeuge wurde für den Einsatz in der Russischen Föderation und im Ausland produziert, man nimmt jedoch an, dass es nicht mehr als ein Dutzen gewesen sind. Erfahrt mehr über diesen Panzer in dem entsprechenden Artikel.

  • Rabatt: 25%

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Tier-8-LP Dragun 125 – Der Dragun ("Dragoner") nutzt eine vom BMP-3 abgeleitete Plattform, die mit vielen Änderungen und Verbesserungen versehen wurde. Die größte Änderung bestand in der Umgestaltung des Innenraums durch Verlegung des Motors in den vorderen Teil des Fahrzeugs, was der Besatzung mehr Platz bietet und ihren Schutz vergrößert. Insgesamt wurden für die Dragun-Plattform drei Kampfmodule entwickelt – eine mit 100 mm+30 mm, eine mit 57 mm und eine mit 125 mm, die mit dem Sprut-SDM-1 verwandt ist. Die Version bei Armored Warfare ist mit einem 125-mm-Turm ausgerüstet und verfügt über ein ERA-Set.

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Bei Armored Warfare kann die BMP-Serie als schwere SPz klassifiziert werden (mit Ausnahme des Dragun).

Die Rolle der schweren SPz liegt irgendwo zwischen den leichten SPz (wie den VBL und BMD) und den Leichtpanzern. Was die Mobilität anbelangt, so haben sie, besonders auf festem Untergrund, nur noch gegen die leichten SPz das Nachsehen, wenn man folgende Skala zum Vergleich nimmt (von der höchsten bis zur niedrigsten Mobilität):

  • Leichte SPz
  • Schwere SPz
  • Leichtpanzer
  • Jagdpanzer
  • Kampfpanzer
  • Selbstfahrlafetten

Die Bewaffnungssysteme sind mit denen der leichten SPz identisch, meist jedoch besser stabilisiert (höhere Präzision bei Bewegung) oder mit höherer Feuerrate bedacht. Schwere SPz sind außerdem größer und besitzen mehr Trefferpunkte, wobei einige von ihnen auch solide geschützt sind und damit durchaus den Leichtpanzern Konkurrenz machen. So ist sowohl der Bradley als auch der BMP-3 mit einem ERA-Paket ausgestattet. Man sollte sich generell jedoch nicht auf diese Panzerung verlassen, weil sie von Großkaliberwaffen und Lenkflugkörpern leicht durchschlagen wird.

Während sich die schweren SPz durchaus auch für den Einsatz als Späher eignen, besitzen sie im Gegensatz zu leichten SPz keine Aufklärungspakete, die die Feedbackzeit beim Erfasstwerden reduzieren und die Sichtweite bei Stillstand erhöhen. Meist sind sie auch viel größer, was ihren Tarnfaktor nochmals spürbar verringert. Diese beiden Nachteile machen sie wesentlich schlechter beim passiven Spähen – sie sind schlichtweg zu auffällig, um erfolgreich in Deckung zu bleiben und müssen sich auf ihre Geschwindigkeit und Agilität verlassen.

Schwere SPz eignen sich für jeden, der einen im Vergleich zu den leichten SPz mobileren Spielstil bevorzugt. Mobilität und Geschwindigkeit sind hier das A und O: Umkreist Eure Gegner und schlagt zu, wo es weh tut, also an Motorabdeckungen, Flanken und anderen Stellen, die für SPz-Beschuss anfällig sind. Oder geht auf Distanz und setzt Eure Lenkflugkörper ein, um die Feinde auszuschalten, während Ihr Euch auf Aufklärungsfahrten begebt.

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Wie bereits erwähnt, besteht die Hauptrolle der Schützenpanzer bei Armored Warfare in der Aufklärung bzw. im Spähen. Dabei wird der Gegner für Euer gesamtes Team sichtbar gemacht, sodass Fahrzeuge, die etwas weiter vom Geschehen entfernt sind oder keine ausgeprägten Späherfähigkeiten besitzen, sie ins Visier nehmen können.

Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Spähen:

  • Aktives Spähen, bei dem ein Fahrzeug seine Geschwindigkeit einsetzt, um ein feindliches Fahrzeug zu erfasse, ohne von gegnerischen Angriffen getroffen zu werden
  • Passives Spähen, bei dem das Fahrzeug versucht, durch Stillstand so lange wie möglich unentdeckt zu bleiben

Während die Leichtpanzer-Klasse zum aktiven Spähen prädestiniert ist, können die SPz beides – das Spähen ist ihr primäres Einsatzgebiet. Dabei sind leichte SPz Spezialisten im passiven Spähen (bei dem sie hinter Tarnung verweilen), während sich schwere SPz zum aktiven Spähen eignen und ihnen dabei nur die Leichtpanzer den Rang ablaufen.

Das wichtigste beim Spiel mit einem beliebigen SPz ist die Fähigkeit, den Verlauf der Schlacht im Auge zu behalten und jederzeit Herr der Lage zu sein. Wie bereits erwähnt, ist ein gestoppter oder ein abgebremster SPz ein toter SPz. Für diese Regel gibt es so gut wie keine Ausnahmen, schließlich stellen diese fragilen Fahrzeuge eine saftige Beute dar.

Die grundlegende Nahkampftechnik nennt sich "Umkreisen". Das automatische Einrasten eurer Waffe auf den Gegner auf kurzer Distanz ermöglicht euch dank der hohen Manövrierfähigkeit und schnellen Turmschwenkung, euch auf das Fahren und den Beschuss des Gegners zu konzentrieren, während Ihr seine Flanken und das Heck ins Visier nehmt. Auf diese Weise könnt Ihr sogar die schwersten KPz umkreisen, ohne dass sie imstande sind, euch zu folgen. Diese Taktik eignet sich insbesondere gegen Ziele, gegen die eure Bewaffnung normalerweise keine Chance hätte, so wie im Falle des Challenger, dem mit Maschinenkanonen nur am Heck beizukommen ist. Seid jedoch auf der Hut, denn agile Gegner, wie Leichtpanzer, andere SPz und einige Jagdpanzer sind durchaus in der Lage, euch bei euren Manövern zu folgen und ein frontaler Nahkampf ist etwas, was jeder SPz tunlichst vermeiden sollte.

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Schwere SPz sind dank ihrer höheren Ausdauer, dem besseren Schutz, der höheren Feuerkraft und ansehnlichen Späherfähigkeiten besonders gut in der Lage, Jagd auf leichte SPz zu machen. Sobald ihr einen gegnerischen SPz mit Eurer Spezialfähigkeit markiert, wird das garantiert seinen Tag ruinieren.

Eine weitere Fähigkeit, die erlernt werden sollte, ist das Wissen um geeignete Späherpositionen auf jeder Karte. Der Schlüssel liegt hierbei darin, einen Ort mit den folgenden Eigenschaften zu finden:

  • Gute Aussicht über Gebiete, auf denen der Feind voraussichtlich auftauchen wird
  • Viel Tarnung und geeignetes Blattwerk
  • Leicht erreichbare Rückzugswege

Der letzte Punkt sollte nicht unterschätzt werden, denn sobald ihr entdeckt werdet, habt ihr höchstens nur eine oder zwei Sekunde, um zu reagieren, während der Feind euch noch im Visier hat. Die beste Taktik besteht darin, in Deckung zu bleiben und sich mit der Vorderseite der Wanne zum Rückzugsweg aufzustellen. In dieser Ausgangslage muss man bei Gefahr nur nach vorn beschleunigen, statt wertvolle Zeit aufs Wenden zu verlieren.

Wer die SPz-Klasse wirklich meistern will, braucht Geduld, Spielerfahrung und viel Übung, um am Ende jeden noch so schweren Gegner um den Finger zu wickeln. Es ist daher die richtige Wahl für alle unter euch, die es den anderen mal so richtig beweisen wollen, denn immerhin sind kompetente SPz-Spieler die am schwersten zu tötenden Gegner im gesamten Spiel.

Wir sehen uns auf dem Schlachtfeld!

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