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Storyline: Die Welt von Armored Warfare

Kommandanten!

Als Teil des bevorstehenden Storyline-Feldzugs haben wir eine Artikelserie über die Welt von Armored Warfare, ihren Hintergrund und die generelle Storyline vorbereitet. In den kommenden Tagen, Wochen und Monaten werden wir die Hintergründe von Armored Warfare beleuchten, auf denen der Feldzug aufbauen wird.

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Der heutige Artikel befasst sich mit der Situation der Welt in den späten 2030er-Jahren.

Die zerbrochene Welt

In den 2010er-Jahren befand sich Europa am Scheideweg. Die Wirtschaft hatte sich niemals wirklich von der großen Finanzkrise erholt, deren Auswirkungen von dem Misstrauen der Wähler gegenüber ihren Regierungen noch verstärkt wurden, denen man komplette Ignoranz gegenüber der Realität des täglichen Lebens in europäischen Ballungsgebieten vorwarf. Während sich die Vereinigten Staaten an die Situation anpassten und immer aggressivere Isolationspolitik verfolgten, entschied man sich in Europa, trotz Warnungen seitens der Militärs und der Polizei die Grenzen offen zu halten.

Man schlug alle Sicherheitsbedenken in die Luft und die Passivität und Unentschlossenheit der europäischen Regierungen bereitete den Boden für die schlimmste Terrorserie der Geschichte, die in zwei Detonationen "schmutziger" Nuklearsprengköpfe in Paris und Berlin gipfelte. Während die realen Opferzahlen relativ gering blieben, lösten die Bilder der atomaren Explosionen und die anschließenden Meldungen über Strahlungsopfer eine Revolution aus, wie sie das Europa der jüngeren Geschichte nicht erlebt hat. Und auch wenn die Vereinigten Staaten von solchen Angriffen verschont blieben, musste die Wirtschaft erhebliche Verluste hinnehmen, was schließlich zu einem bewaffneten Konflikt in den Südstaaten führte, mit nationalistischen Milizen auf der einen und terroristischen Gruppen auf der anderen Seite. Letztere wurden von Drogenkartellen unterstützt, die zu jenem Zeitpunkt bereits mehrere südamerikanische Länder kontrollierten und die Schwäche des Westens.auszunutzen suchten.

Die anhaltenden Angriffe lähmten auch die Europäische Union zusehends und der Zorn der Bevölkerung ließ die traditionellen politischen Systeme kollabieren. Populisten ergriffen die Macht, indem sie versprachen, die Korruption zu beenden und Europa wieder sicher zu machen.

Man begann mit der Jagd nach angeblichen Schuldigen und wurde von einem breiten Teil der Bevölkerung unterstützt. In den folgenden zwei Jahren wurden Tausende ehemalige "unberührbare" Politiker, Banker und Geschäftsleute, die man für die Misere verantwortlich machte, öffentlich hingerichtet oder zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt. Trotz dieser drastischen Maßnahmen setzte sich die Talfahrt der Wirtschaft ungebremst fort, sodass auch die Unterstützung der Revolutionsführer zu schwinden begann. Viele wirtschaftliche Strukturen waren unwiederbringlich zerstört, Fabriken geplündert und geschlossen, die jahrelang vernachlässigte Infrastruktur in einem desolaten Zustand. Während die meisten europäischen Länder den kompletten Kollaps abwenden konnten, verschlechterte sich die Situation in anderen Teilen der Welt dramatisch und die ersten, die es zu spüren bekamen, waren die Kranken und die Alten.

Der Zusammenbruch der Gesundheits- und Sozialsysteme führte zu weiteren Unruhen, die die letzten Überbleibsel der Stabilität in Europa und den Vereinigten Staaten bedrohten. In ihrer Verzweiflung wandten sich die Regierungen an globale Konzerne, was der alten Weltordnung den letzten Schuss gab.

Der Aufstieg der Konzerne

Die größten Konzerne der Welt überlebten die europäische Krise aufgrund ihrer globalen Ausrichtung weitgehend unbeschadet. Teilweise nutzten sie das Chaos aktiv aus und befeuerten die Unruhen im Geheimen, um sich bessere Verhandlungspositionen zu sichern. Als der Sturm sich legte, waren die Konzerne reicher, als viele der größten Industrienationen. Jeder Versuch, sie in die Schranken zu weisen oder mit Steuern zu belegen, war angesichts ihrer enormen Macht zum Scheitern verurteilt: Richter und Politiker wurden gekauft, Steuerbeamte bestochen und jedes mal, wenn eine Partei einen Gesetzentwurf zur Kontrolle von Großkonzernen einbrachte, sah sie sich mit enormer Opposition konfrontiert.

In ihrer Verzweiflung tauschten die politischen Führer der europäischen Länder die Rechte und Privilegien ihrer Bürger gegen Sicherheiten ein, sodass innerhalb von wenigen Jahren ganze Regionen in Privatbesitz gelangten. Im Gegenzug sicherten die Konzerne finanzielle Unterstützung zu und stärkten mit jedem solchen Deal ihre Position. Der Höhepunkt dieser Entwicklung wurde mit der Unterzeichnung des Bordeaux-Vertrages von 2029 erreicht, der den größten Konzernen völlige Freistellung von örtlichen Rechts- und Steuersystemen gewährte und die Aufstellung privater Armeen und Polizeikräfte ermöglichte. Die im Konzernbesitz befindlichen Gebiete wurden zu weitgehend unabhängigen Regionen, die in Reichtum und Stabilität schwelgten, während die traditionellen Staatengebilde in Chaos und Anarchie versanken.

Das brachte hunderttausende Bürger dazu, in die Konzerngebiete überzusiedeln, auch wenn sich deren Hoffnung auf ein sorgenfreies Leben nicht erfüllte, weil sich die Spielregeln mittlerweile grundlegend geändert hatten. Im Konzerngebiet wurde der Status des Bürgers durch einen Vertrag zwischen Konzern und Subjekt ersetzt. Diese Verträge waren extrem restriktiv. Das Subjekt verzichtete auf die meisten Grundrechte, wie die Meinungsfreiheit, die Versammlungsfreiheit und das Recht auf politische Meinungsäußerung und erklärte sich bereit, seine Arbeitskraft auf unbestimmte Zeit dem Konzern zur Verfügung zu stellen. Im Gegenzug wurden Unterbringung, Verpflegung und finanzielle Absicherung zugesagt.

Diese als "Leihverträge" bekannten Abmachungen waren eine moderne Form der Sklaverei. Konzerneigene Sicherheitskräfte machten erbarmungslose Jagd auf Dissidenten und unzufriedene "Mitarbeiter". Wer gefangen wurde, musste das Konzerngebiet verlassen oder sah sich mit drastischeren Strafen konfrontiert. In den Monaten nach der Unterzeichnung des Bordeaux-Vertrags verschwanden zehntausende als "Sicherheitsrisiko" gebrandmarkte Menschen spurlos. Auf diese Art und Weise fanden sich Millionen in einem totalitären System wieder, von dem sie einst nicht zu träumen wagten.

Konzerneigene Armeen und Söldner

Nach Inkrafttreten des Bordeaux-Vertrags stellte jeder Großkonzern eine eigene Armee auf, die normalerweise auf dem firmeneigenen Sicherheitsdienst basierte und aus ehemaligen Soldaten, Söldnern und Auftragsmördern bestand. Während einige sich den Grundregeln der zivilisierten Kriegsführung verpflichtet fühlten, wurden andere für ihre brutale und rücksichtslose Art bekannt und berüchtigt, wie etwa die Crimson Reaver der Clayburn Industries.

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Angesichts dieser Entwicklung und der Schwäche der offiziellen Armeen und Polizeikräfte schlossen sich kleinere Konzerne zusammen und einigten sich nach monatelangen Verhandlungen auf die Unterzeichnung des Privaten Militärabkommens, in dem die Grundzüge einer privaten Armee ausgearbeitet wurden, die zum Schutze der jeweiligen Interessen angeheuert werden konnte. Von nun an mussten sich Privatarmeen in Istanbul registrieren lassen (die Stadt wurde fortan als Stadt der Söldner bekannt) und einigen einschränkenden Konditionen zustimmen, wie dem Verzicht auf Massenvernichtungswaffen und einen Verhaltenskodex, der Kriegsverbrechen und Angriffe gegen die Zivilbevölkerung untersagte.

Akzeptierte ein militärischer Verband diese Regeln nicht, wurde er ungeachtet seiner Größe nicht als Privatarmee anerkannt und konnte sich keine Chancen auf dem Schlachtfeld ausrechnen. Nach der kompletten Vernichtung einiger nonkonformer Kriegsbanden während der blutigen Opration Sentinel in Kenia besannen sich die meisten Militärverbände und unterzeichneten das Privatmilitärabkommen.

Freiheit zu einem Preis

Aller Regulierungsversuche zum Trotz gab es immer noch diejenigen, die sich nicht unterwerfen ließen. Manche hassten die Richtung, in die sich die Welt entwickelt hatte, andere wollten als Freiheitskämpfer angenommen oder einfach nur in Ruhe gelassen werden. Diese Männer und Frauen besiedelten Gebiete, die werde für die traditionellen Herrschaftsstrukturen, noch für die Konzerne von Interesse waren. Diese Gebiete wurden mit der Zeit mit dem Namen Badlands belegt, die größten befanden sich im Südwesten Amerikas, im nordwestlichen China und in Zentralafrika. Sporadische Versuche seitens der Konzerne, diese Gebiete einzunehmen, scheiterten an erbarmungslosen und verlustreichen Guerillakriegen, sodass es die privaten Großmächte bald aufgaben, diese instabilen Territorien kontrollieren zu wollen.

Mitte der 2030er-Jahre wurde ein erzwungenes Gleichgewicht zwischen den Ländern und den Großkonzernen erreicht. Doch die Gier der Konzerne kennt keine Grenzen und jedes Jahr tauchen neue Verbände von Freiheitskämpfern, kriminellen Organisationen und tödlichen Kultgruppierungen auf der Bildfläche auf. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Welt wieder in das Chaos des Krieges eintauchen wird.

Willkommen in der Welt von Armored Warfare.

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