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Storyline-Feldzug – Episode 1

Episode 1 – „Segeln im Sonnenwind“

  • Zagreb, 25. Mai 2039

Der temporäre Kommandoposten lag außerhalb der Stadt in den Ruinen eines einst lebhaften Vororts. Der saphirblaue Himmel, der süße Duft der Akazien und der Gesang der Vögel, die dem Gemetzel am Boden keine Beachtung schenkten – all das ließ den Ort fast idyllisch erscheinen.

Die Gegend war einst Heimat für Tausende, doch die massive Rezession und der ewig andauernde Konflikt ließ die Menschen abziehen und ihr Glück in den Strukturen der gierigen Weltkonzerne zu suchen. Eine Generation frei geborener Bürger, dazu verdammt, als Sklaven der Wirtschaftsmächte zu sterben.

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Die leuchtenden Farben des Frühlings bildeten einen starken Kontrast zu den verfallenen Ruinen, dem Geröll, das in all den Jahren nicht weggeräumt worden ist und den finsteren Gesichtern der Männer in Clayburn-Uniformen, die große Kisten auf Lastwagen luden. Die Evakuierung war im vollem Gange - das war der Preis der Niederlage, dachte Seagrove traurig.

Er ging an Major Kathryn Grey vorbei, die auf ihrem Panzer saß und mit einem leeren Blick vor sich hinstarrte. Der Anblick einer vertrauten Person, die sein Leid mit ihm teilte, verbesserte seine Stimmung ein wenig.

„Kate!", rief er.

„Du weißt ganz genau, dass ich es hasse, wenn man mich so nennt", antwortete sie ihm mit einem strengen Gesichtsausdruck, doch er konnte die leichte Spur eines Lächelns auf ihren Lippen erkennen.

„Ja, das weiß ich. Wartest du immer noch auf den Boss?"

Ihr Gesicht wurde wieder ernst. Sie nickte.

„Er kommt zu spät. Das sieht ihm gar nicht ähnlich. Und diese Rotznase Clayburn ist nur darauf aus, jemandem die Schuld an dem Schlamassel in die Schuhe zu schieben."

Er sah zum Kommandozelt hinüber, das zwischen zwei Hausruinen errichtet wurde und erblickte Blackwood, der sich mit einem grimmigen Gesichtsausdruck dem Eingang näherte. Seagrove mochte den Mann. Blackwood wusste, wann die Zeit für Druck war und wann er die Zügel lockern konnte. Er war ein stämmiger Mann von unbestimmten Alter – in seinen späten Fünfzigern, schätzte Seagrove. Sein Haar war grau und auf seinem runden, jovialen Gesicht hing meist ein verschmitztes Lächeln. Allerdings nicht an diesem Tag.

Blackwood winkte den beiden zu und Seagrove ging zu ihm hinüber. Grey sprang lustlos von ihrem Panzer und folgte ihm, als er sich schon dem Zelteingang näherte.

Drinnen war es heiß. Die abgestandene Luft roch nach Staub und Schweiß, woran auch die kleine tragbare Klimaanlage nichts änderte, die sich vergeblich darum bemühte, das Innere des Zelts kühl zu halten. Das ist ja schon fast symbolisch, dachte Seagrove, als er Blackwood zum Planungstisch folgte, wo bereits der Urheber dieses Desasters stand und die Hände hinter dem Rücken verschränkte. Er strahlte Ungeduld aus.

Peter Clayburn hatte nichts mit seinem Onkel Andrew Clayburn gemein, wenn man dessen einziger offiziellen Fotografie Glauben schenken konnte. Er war um die 25 Jahre alt und groß gewachsen, doch sein fast schwarzes Haar, die Form seiner dunkelbraunen Augen und seine gebräunte Haut verrieten eine südliche Herkunft.

Sein Aussehen war natürlich nicht das einzige, was ihn von seinem Onkel unterschied. Während Andrew Clayburn für seine ruhige und intelligente Art bekannt war, neigte sein Neffe zu überstürzten Entscheidungen und Seagrove wunderte sich oft, wie es dieser Mann so weit bringen konnte. Wenn sich einer seiner Untergebenen so verhalten würde, hätte er ihn niemals befördert.

„Blackwood," sagte Peter Clayburn schließlich.

„Zu ihren Diensten."

Seagrove kannte den Blackwood besser, als jeder andere, und vernahm sofort den sarkastischen Ton in dessen Antwort, auch wenn der Kommandant seinen neutralen Gesichtsausdruck nicht änderte.

„Ich werde mich kurz fassen, Blackwood. Du hast mich enttäuscht. Als mein Onkel Andrew dich empfohlen hatte, hatte ich mehr erwartet. Mein Bericht über deine Leistung wird jedenfalls nicht schmeichelhaft ausfallen."

Was für ein aufgeblasener Mistkerl, dachte Seagrove, Blackwood aber wahrte immer noch sein neutrales Gesicht. Plötzlich spürte er die angespannte Präsenz von Grey im Rücken.

Clayburn fuhr fort: „Ich habe eine letzte Aufgabe für dich. Wir werden von hier abziehen, aber nicht ohne ihnen vorher ein Geschenk zurückzulassen, das sie nicht so schnell vergessen werden. Wir haben Aufklärungsberichte, wonach sich die Familien hochrangiger Haljduk-Terroristen in einer Stadt namens Samobor verschanzt haben, etwa 20 Kilometer westlich von hier."

Er machte eine Pause und schaute in seinen Laptop. Nach einer kurzen Weile nickt er.

„Mach dich auf den Weg. Nimm die Seahawks mit und mach die Stadt dem Erdboden gleich. Kein Erbarmen. Sie sollen wissen, dass man sich nicht mit uns anlegen soll."

Er griff wieder nach den Laptop und begann sich durch taktische Tabellen zu klicken. Nach einigen Sekunden schaute er kurz auf und sagte:

„Abtreten."

Niemand bewegte sich.

Seagrove war geschockt. Er drehte sich zu Grey um und sah in ihren Augen dasselbe ungläubige Entsetzen, dass er selbst fühlte. Später fragte er sich oft, ob das Wort, das er daraufhin vernahm, eines der tapfersten Worte war, das er je gehört hatte, oder aber eines der leichtsinnigsten.

„Nein."

Jetzt war es Clayburn, der Blackwood ungläubig ansah.

„Nein?"

„Ich werde diesen Befehl nicht ausführen."

Clayburn starrte Blackwood völlig perplex an, bevor er zu schreien begann. Sein Ausbruch war so heftig, dass Seagrove zweifelte, ob er es mit einem mental gesunden Menschen zu tun hatte.

„Ich bin der Kommandant hier! Du hast zu tun, was ich sage, Blackwood! Ein Anruf bei meinem Onkel genügt und du wirst exekutiert. Und deine Familie gleich mit. Ich werde deine Einheit als Verräter brandmarken und sie gnadenlos jagen lassen. Du hast nicht hart genug gekämpft, aber deine Männer über meine Befehle gestellt, weil du es angeblich besser wusstest. Das ist jetzt vorbei. Keine Gnade mehr."

Peter Clayburn schrie sich die Seele aus dem Leib. Blackwood seinerseits antwortete nicht mit dem Gebrüll eines Löwen, sondern mit dem Zischen einer Schlange – leise, aber ebenso tödlich.

„Hör mir zu, Junge, hör mir gut zu. Ich habe die Schicksale ganzer Länder entschieden, noch bevor du geboren warst. Du drohst mir mit deinem Onkel, obwohl du ihn noch kein einziges Mal getroffen hast. Ich aber habe ihn getroffen und er ist im Gegensatz zu dir ein respektabler Mann. Und jetzt solltest du den Befehl zurücknehmen, dir deine Niederlage eingestehen und alles dafür tun, um die Sache nicht noch schlimmer zu machen."

Blackwood machte eine Pause, um seine Fassung wiederzugewinnen, bevor er fortfuhr.

„Peter, wenn wir das hier durchziehen, wird es keinen Weg zurück geben. Wir werden niemals in der Region Fuß fassen können. Lass mich mit deinem Onkel reden, zusammen werden wir eine Lösung finden."

In diesem Moment merkte Seagrove, dass Blackwood einen schrecklichen Fehler gemacht hat. Clayburns Gesicht wurde rot vor Zorn.

„Du wagst zu behaupten, besser zu wissen, was der Wille meines Onkels ist, als sein eigener Blutsverwandter?!"

Selbst Blackwood war erstaunt über den Zorn in Clayburns Stimme.

„Nein, ich..."

„Du hast eine Stunde, Blackwood. Eine Stunde, um aufzubrechen und meine Befehle auszuführen. Wenn du das nicht schaffst, solltest du dich hier nicht mehr blicken lassen. Ich werde dich schon selbst finden."

Seagrove lief ein weiterer Schauer über den Rücken. Das alles kam ihm ziemlich unwirklich vor. Er verließ gemeinsam mit Grey und Blackwood das Zelt und sie gingen schweigend nebeneinander her, bis sie außerhalb der Reichweite neugieriger Ohren waren.

„Also," sagte Blackwood und lächelte plötzlich. „Unsere Taschen sind bereits gepackt. In Istanbul ist es jedenfalls schön um diese Zeit des Jahres."

Und wieder musterte ihn Seagrove erstaunt. Grey hielt es nicht mehr aus:

„Du wusstest, dass das passieren würde? Aber wie? Was haben wir da gerade gesehen? Und der Streit? War das alles nur Show? Ich verstehe es nicht..."

Blackwood wurde wieder ernst.

„Ich habe es geahnt, weil Clayburn gestern einer anderen Einheit diesen Befehl geben wollte – sie haben sich auch geweigert. Wir werden sie unterwegs treffen. Wir sind keine Mörder, Kathryn. Na ja, die meisten von uns sind es nicht," lächelte er traurig.

„Wir werden unseren Leuten die Wahl geben, was mehr ist, als Clayburn uns zu geben bereit war. Manche werden bleiben. Manche werden uns folgen. Ich weiß nicht, wie's bei euch aussieht, aber ich habe genug von diesem Ort."

Kommandanten!

Willkommen zur Storyline-Kampagne! Die Mission von Episode 1 besteht darin, die Task Force „Seahawk“ von Zagreb nach Istanbul zu führen. Das wird nicht einfach! Erreicht ihr die Ziele von Episode 1, werden nach und nach neue Storyelemente freigeschaltet, was hilfreich für das kommende Entscheidungssystem sein wird!

Die Missionen von Episode 1 sind:

  • Mission 1: Gewinnt 10 Gefechte im Tier 6 M1 Abrams KPz
  • Mission 2: Gewinnt 10 Gefechte im Tier 7 Leopard 2 KPz
  • Mission 3: Gewinnt 10 Gefechte im Tier 8 M2A3 Bradley SPz

Die Missionen können nur im PvP- oder PvE-Modus auf dem Schwierigkeitsgrad Schwer oder in Globalen Operationen erledigt werden.

Die Belohnungen für die Missionen sind:

  • Mission 1: 3 Tage Premiumzeit
  • Mission 2: 3 Tage Premiumzeit
  • Mission 3: 3 Platinkisten
  • Alle 3 Missionen wurden erfüllt: 6 Platinkisten

Bitte beachtet, dass die Schwierigkeit (und die Belohnungen) nur in den darauffolgenden Episoden steigt. Darüber hinaus muss Episode 1 (also alle 3 Missionen) abgeschlossen sein, damit ihr die ultimative und wirklich epische Saisonbelohnung einheimsen könnt.

Regeln

  • Die Episode beginnt am 1. Juni um 20 Uhr
  • Die Episode endet am 30. Juni um 23:59 Uhr
  • Die Preise werden am Ende der Saison an alle Spieler verteilt, die die Missionen abgeschlossen haben
  • My.com behält sich das Recht vor, Spieler, die die Nutzungsbedingungen verletzen, von der Kampagne zu disqualifizieren.

Wir sehen uns auf dem Schlachtfeld!

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Sei dabei!

Erhalte für einen begrenzten Zeitraum zwei exklusive Panzer aus unserer Sammleredition!