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Storyline: Lodestar Deathwalkers

Die Nacht war klar, kalt und ruhig. Die Sterne glitzerten wie Diamanten am mondlosen Himmel. Nur aus den wenigen Fenstern des abgelegenen Bergdorf hundert Meter unter ihm kam noch anderes Licht.

Der Boden war tief gefroren. Die frühe Frühlingssonne hatte noch nicht die Kraft, ihn aufzutauen. Aber er wusste, dass ihn seine Ausrüstung selbst im grimmigsten Winter warm halten würde - und so kalt war es hier auch wieder nicht. Er schauderte, als er nur an das Training am Polarkreis dachte, den Frost und die Frostbrände, die sich Männer zuzogen, die weniger vorsichtig als er waren. Verglichen mit den eisigen finnischen Wäldern war dies hier ein Zuckerschlecken.

Sein Funkgerät klickte und er aktivierte das Headset, als er realisierte, dass es Zeit für eine weitere Kontrolle war.

"Mauler 1, hier Wachposten 1. Alles sauber hier. Keine Bewegung."

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"Alles Roger, Wachposten 1", antwortete eine tiefe Männerstimme.

Er schaltete das Funkgerät auf einen anderen Kanal.

"Wachposten 2, hier Wachposten 1. Irgendetwas Neues? Habt ihr eure Position geändert?"

Der Mann am anderen Ende brauchte ein paar Sekunden, um zu antworten.

"Verstanden. Wir haben uns in der Scheune am Ende des Dorfes verschanzt. Bislang kein Kontakt. Vier Männer stehen bereit. Keine Hunde."

Bei der letzten Bemerkung musste er fast laut lachen, obwohl er wusste, dass es absolut keinen Grund zum Lachen gab. In den letzten zwei Wochen versuchten Lodestar-Vermittler alles, um die einheimischen Dorfbewohner dazu zu bringen, sie zu unterstützen. Was allerdings mit völlig absurden Ausflüchten abgelehnt wurde - ein alter einheimischer Priester beschuldigte sie etwa, Werwölfe oder andere mystische Bösewichter zu sein.

Während die Vermittler ihr Bestes gaben, um den Priester zu beruhigen, hatte eine Truppe der K-9 Aufklärereinheiten nichts Besseres zu tun, als einen ihrer Kriegshunde schwarz anzumalen, ihm Nachsichtlinsen, die anfangen zu glühen, wenn sie aktiviert werden, einzulegen, und den Hund nachts durch das Dorf rennen zu lassen. Daraufhin wurde der Hund fast erschossen und die Vermittler wurden von einem wütenden Mob aus dem Dorf gejagt.

Nach dieser Aktion wurden alle Deathwalker-Einheiten angewiesen, dem Dorf fernzubleiben und es nur im Schutze der Nacht zu betreten, um nicht in einen Hinterhalt zu geraten.

Das Funkgerät klickte wieder.

"Wachposten 1, hier Wachposten 2. Wir beobachten eine Bewegung am anderen Ende des Dorfes. Sieht so aus, als wären die Hilfslaster endlich eingetroffen.

Wachposten 1 lächelte unter seiner Totenkopfmaske, als er seine Waffe entsicherte.

"Die Party beginnt."

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11. Lodestar Kampfgruppe - "Deathwalkers"

Vor dem Abkommen von Bordeaux war die Lodestar GmbH eines der größten Logistikunternehmen der Welt. Reiner Schepke, ein Selfmade-Geschäftsmann baute es in Köln aus dem Nichts auf und leitete es bis zu seinem vorzeitigen Tode. Danach ging die Führung der Firma auf sein einziges Kind, Erika Schepke, über. Erika war eine clevere Geschäftsfrau und witterte im sich verschlechternden Zustand der Welt eine wirtschaftliche Chance.

Der Sicherheitsdienst von Lodestar, der ursprünglich für den Schutz der Fracht verantwortlich war, wurde effektiv in eine Privatarmee umgewandelt, deren Personal und Ausrüstung vor allem von der chronisch unterfinanzierten und praktisch funktionslosen Bundeswehr kam. Ihre Grausamkeit sowie ihr bärenförmiges Logo brachte ihnen den Spitznamen ein, unter dem sie noch heute bekannt sind - die Mauler.

Aber obwohl das Unternehmen prosperierte, hatte Erika Schepke doch wenig militärische Erfahrung. Eine Tatsache, die durch den ersten und bis dato einzigen Einsatz in Bayern und Österreich bewiesen wurde, wo die zahlreichen, aber schlecht geführten Streitkräfte von einer erfahrenen Söldnertruppe besiegt wurde, der es nicht nur gelang, ihnen unter der Nase die Ausrüstung zu klauen, sondern auch zu entkommen.

Nach diesem Versagen trat Erika Schepke vom direkten Kommando der Militäroperationen des Unternehmens zurück und ernannte einen neuen Militärkommandanten, einen brummigen Veteranen namens Dieter Pannwitz, der die Mauler-Streitkräfte sofort neu organisierte. Alle Überreste der ehemaligen Sicherheitsabteilung der Firma wurden zugunsten einer klaren Militärstruktur entfernt. In einer Reihe von kleineren Schlachten an der ehemaligen deutsch-tschechischen Grenze erlangten die umstrukturierten Truppen nach und nach ihr Selbstvertrauen zurück.

Aber die wahre Möglichkeit ihren Mut zu erproben, ergab sich 2038, als der Balkan auseinanderbrach und eine andere einflussreiche Firma, Clayburn Industries, nach der Macht gierte. Obwohl Lodestar kein direktes Interesse an der Region hatte, wäre die Schwächung von Clayburn Industries in der geplanten Ruhrexpansion, in der Clayburn Industries einen direkten Wettbewerber darstellte, eine willkommene Chance für Lodestar.

Lodestars Militärkommando war absolut klar, dass die Ressourcen von Clayborn ihre eigenen in den Schatten stellten. Eine direkte militärische Konfrontation würde also Clayborns Expeditionskräfte schwächen, wäre aber auch zerstörerisch für Lodestars Interessen. Deswegen wurden die Lodestar Eliteeinheiten auf den Balkan entsandt, um im Geheimen Kontakt zu den unzähligen lokalen Rebbellengruppen, Militärs und Terroreinheiten aufzunehmen, die vom Zusammenbruch der einheimischen Militäreinheiten übrig geblieben waren, und diese mit militärischer Expertise zu unterstützen. Mit der Expertise der Lodestar-Führung könnten diese Einheiten den lokalen Clayborn-Trupps verherrenden Schaden zufügen und sie vielleicht zwingen, sich aus der Region zurückzuziehen und diese in Badlands zu verwandeln.

Zumindest haben die Berater von Lodestar dies den Einheimischen weisgemacht. Erika wusste, dass der alte Clayborn sich niemals freiwillig zurückziehen würde, um Verluste zu begrenzen. Das war nicht seine Art. Stattdessen schickte er die Clayborn-Elitegruppe der Crimson Reavers, die extreme Maßnahmen gegen Zivilisten ergreifen sollten, um deren Aufständigkeit niederzuschlagen. Ihre berühmte Brutalität würde sicherstellen, dass die Region auf Jahre instabil bleiben und gigantische Ressourcen verbrauchen würden. Um dieses Ziel zu erreichen, entschied man, die Besten der Besten zu entsenden - die 11. Lodestar Kampfgruppe, auch unter dem Namen "Deathwalkers" bekannt.

Verglichen mit herkömmlichen Mauler-Einheiten sind die Deathwalker nur mit leichteren Waffen deutscher Provenienz ausgerüstet. Sie ziehen es vor, ihre Infanterie mit den angeheuerten Überresten der einheimischen Arsenale aufzustocken. Sie greifen ihre Feinde am liebsten an und wenn die Sache haarig wird, rufen sie ihre einheimischen Unterstützer unter dem Kommando der Lodestar-Militärberater zu Hilfe. Dadurch hat Lodestar eine beträchtliche Anzahl an Panzern der Sowjetära zur Verfügung und einige Leopard 2 Panzern, die schnell zum Einsatz kommen können.

Es ist Frühling 2039 und die Deathwalkers sind tief im Inneren des Balkans zugange. Nach Monaten der intensiven Vorbereitung ist es höchste Zeit, dass größere Operationen beginnen.

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